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HypZert-Studie: Milliardenbedarf für Pflegeheime bis 2040
Die HypZert Fachgruppe Sozialimmobilien hat die sechste Auflage ihrer Studie „Bewertung von Pflegeheimen“ veröffentlicht. Die Fachpublikation analysiert die wirtschaftlichen, regulatorischen und betrieblichen Veränderungen auf dem deutschen Pflegemarkt. Den Neu- und Reinvestitionsbedarf für die stationäre Pflege beziffert sie auf 81 bis 125 Milliarden Euro.
Nach Angaben der Berliner Zertifizierungsstelle für Immobiliengutachter lebten 2023 rund 5,7 Millionen pflegebedürftige Menschen in Deutschland. Bis 2055 werde sich diese Zahl laut Statistischem Bundesamt auf rund 6,8 Millionen erhöhen. Bereits bis 2040 seien rund 322.000 zusätzliche stationäre Pflegeplätze erforderlich, heißt es in der Publikation.
Baukosten über 250.000 Euro pro Pflegeplatz
Die Baukosten für neue Pflegeheime lägen vielerorts inzwischen bei über 250.000 Euro pro Pflegeplatz, so die Studie. Die über das Pflegesatzrecht refinanzierbaren Investitionskosten hielten damit häufig nicht Schritt. Dadurch entstünden Finanzierungslücken, die den Neubau ebenso wie notwendige Modernisierungen bestehender Einrichtungen ausbremsten.
Ersatzneubauten gewinnen an Bedeutung
Zusätzlichen Druck erzeuge der Fachkräftemangel. Ersatzneubauten würden laut Studie deshalb wichtiger, weil sie bestehende Bewohner- und Personalstrukturen übernehmen könnten und dadurch geringere Anlauf- und Betriebsrisiken aufwiesen.
Einzelzimmerquoten setzen Bestand unter Druck
Landesrechtliche Vorgaben zu höheren Einzelzimmerquoten machten viele ältere Einrichtungen modernisierungsbedürftig. Umbauten könnten dazu führen, dass Bestandsschutzregelungen entfielen und sich die Zahl der Pflegeplätze reduziere. Silke Rumetsch FRICS, Mitglied der HypZert Fachgruppe Sozialimmobilien und Verantwortliche für das gruppenweite Immobilienmanagement bei VITREA, erklärt: „Pflegeimmobilien bleiben eine gesellschaftlich unverzichtbare und langfristig nachgefragte Assetklasse. Gleichzeitig ist der Betrieb und damit auch die Bewertung anspruchsvoller geworden, weil wirtschaftliche, regulatorische und betriebliche Faktoren stärker denn je miteinander verflochten sind.“
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