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Johanneswerk: Geschäftsführung formiert sich neu

An der Spitze des Johanneswerks ist viel in Bewegung, und das schon seit einer ganzen Weile: Das diakonische Unternehmen bereitet einen umfassenden Führungswechsel vor. Frank Lohmann verstärkt ab Oktober das Leitungsgremium, während Sabine Hirte 2026 den Vorsitz übernimmt.

Sabine Hirte verstärkt als erste Frau das Führungsgremium und übernimmt ab Januar 2026 den Vorsitz der Geschäftsführung. Foto: Hilla Südhaus

Das Johanneswerk in Bielefeld strukturiert seine Geschäftsführung grundlegend um. Laut dem Unternehmen läuft dieser Prozess bereits seit längerer Zeit und wurde sorgfältig geplant. Die Veränderungen betreffen sowohl die personelle Zusammensetzung als auch die Verteilung der Zuständigkeiten in der Führungsebene.

Den Kern der Umstrukturierung bildet der bevorstehende Ruhestand von Ingo Habenicht, der nach mehr als 16 Jahren im Johanneswerk Ende 2025 ausscheidet. Seine Nachfolge als Vorsitzende der Geschäftsführung tritt Sabine Hirte zum Januar 2026 an. Hirte hatte bereits im April 2023 als erste Frau überhaupt das Führungsgremium verstärkt und verantwortet seitdem den Arbeitsbereich Teilhabe – ein Feld, das sie aus ihrer beruflichen Laufbahn bereits gut kennt.

Neuzugang mit Krankenhaus-Erfahrung

Ab dem 1. Oktober 2024 wird Frank Lohmann die Geschäftsführung als drittes Mitglied ergänzen. Der Diplom-Kaufmann soll zunächst das Arbeitsfeld Seelische Gesundheit übernehmen und weitere Zuständigkeiten von Habenicht übertragen bekommen. Lohmann bringt nach Angaben des Johanneswerks umfassende Erfahrungen aus verschiedenen evangelischen und katholischen Krankenhäusern mit. Zusätzlich engagierte er sich bereits in der Begleitkommission des Verbandes diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD).

Im Verlauf des Jahres 2026 soll Lohmann weitere Arbeitsfelder des Werks übernehmen. Hirte wird neben dem Vorsitz auch verschiedene Stabsabteilungen von Habenicht übertragen bekommen. Das Johanneswerk plant, dass die Geschäftsführung langfristig wieder aus drei Mitglieder bestehen soll.

Diakonisches Unternehmen mit 7.500 Beschäftigten

Die Geschäftsführung leitet das diakonische Unternehmen mit rund 7.500 Mitarbeitern. Sie fungiert gleichzeitig als Vorstand der Stiftung Johannesstift. Die Doppelrolle verdeutlicht die enge Verbindung zwischen der operativen Unternehmensführung und der stiftungsrechtlichen Struktur der Organisation.

Der Umbau der Führungsstruktur erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Johanneswerk seine Position als einer der größeren diakonischen Arbeitgeber in der Region festigen will. Die schrittweise Übergabe der Verantwortlichkeiten soll laut dem Unternehmen einen reibungslosen Übergang gewährleisten und die Kontinuität in der Unternehmensführung sicherstellen.