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Hessen startet Denkfabrik Pflege und Landespflegekonzept

Die hessische Pflegeministerin Diana Stolz gab den Startschuss für die „Denkfabrik Pflege“ und den Auftaktworkshop zum Landespflegekonzept.

Diana Stolz 2024
Die hessische Ministerin für Pflege, Diana Stolz, gab den Startschuss für die "Denkfabrik Pflege". Foto: Paul Schneider / Hessische Staatskanzlei

„Die Denkfabrik Pflege ist gestartet – die große Aufgabe, die Pflege zukunftsfest aufzustellen, packen wir nunmehr gemeinsam an“, erklärte Stolz. Sie betonte die Bedeutung der pflegerischen Versorgung angesichts des demografischen Wandels als eines der wichtigsten Themen der Landesregierung.

An dem Auftaktworkshop nahmen Vertreter verschiedener Interessengruppen teil, darunter Leistungserbringerverbände, Pflegekassen, kommunale Spitzenverbände und Interessenverbände für pflegende Angehörige. Ziel ist es, ein umfassendes Landespflegekonzept zu erarbeiten und schrittweise umzusetzen.

Das Konzept soll breit angelegt sein. Dazu sind weitere Beteiligungsformate wie Workshops, Expertenrunden und Online-Formate geplant.

Konkrete Maßnahmen, die während des Workshops erarbeitet wurden, werden nun ausgewertet und in das Konzept einfließen. Die Ministerin betonte: „Wir lassen die pflegenden Angehörigen und die zu Pflegenden nicht alleine“.

Die Einrichtung der Denkfabrik Pflege war bereits im Koalitionsvertrag der hessischen Landesregierung angekündigt worden. Sie soll als zentrale Schaltstelle für die Digitalisierung der Pflege in Hessen fungieren und Ideen entwickeln, wie die Herausforderungen in der Pflege bewältigt werden können.

Mit diesen Initiativen reagiert Hessen auf den steigenden Pflegebedarf. Laut dem Hessischen Pflegebericht 2023 waren im Jahr 2021 bereits 21,2% der hessischen Bevölkerung 65 Jahre oder älter, mit deutlichen regionalen Unterschieden.