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Haus Vier Eichen GmbH ist insolvent

Die Haus Vier Eichen Alten- und Pflegeheim GmbH hat einen Insolvenzantrag gestellt.

Insolvenz mit Würfel
Die Haus Vier Eichen Alten- und Pflegeheim GmbH hat einen Insolvenzantrag gestellt. Foto: AdobeStock/ marteck

Das teilte die Pluta Rechtsanwalts GmbH mit. Das Amtsgericht Bielefeld ordnete am 28. August 2024 die vorläufige Insolvenzverwaltung an und bestellte André Wehner von der Pluta zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Der Geschäftsbetrieb des Alten- und Pflegeheims in Espelkamp (Nordrhein-Westfalen) werde derzeit fortgeführt. Die Betreuung der 29 Bewohner sei damit weiterhin sichergestellt. Das Unternehmen beschäftigt 39 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deren Gehälter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert.

„Die Rahmenbedingungen sind herausfordernd, doch wir arbeiten intensiv daran, den Betrieb auch in den kommenden Wochen aufrechtzuerhalten und die gewohnt hohe Betreuungsqualität sicherzustellen“, so Dr. Wehner , der auch künftig alle Beteiligten auf dem Laufenden halten wird.

Grund für den Insolvenzantrag ist die Zahlungsunfähigkeit

Grund für den Insolvenzantrag des Alten- und Pflegeheims ist die Zahlungsunfähigkeit. Zuletzt war es dem Unternehmen aufgrund personeller Veränderungen nicht mehr möglich, die Leistungen gegenüber den verschiedenen Sozialversicherungsträgern und Kostenträgern zeitnah und vollständig abzurechnen. Zudem musste die Bettenzahl aufgrund gesetzlicher Vorgaben deutlich reduziert werden. Der Bettenabbau, die unzureichende Anpassung der Pflegesätze einerseits und deutliche Kostensteigerungen bei Personal- und Sachkosten andererseits führten letztlich zur wirtschaftlichen Schieflage.

Das Haus Vier Eichen Alten- und Pflegeheim ist eine Einrichtung der vollstationären Dauerpflege. Die Arbeit in dem familiär geführten Haus wurde 1978 von der Mutter des heutigen Geschäftsführers Lothar Loeser aufgenommen. Sie begann zunächst mit drei Plätzen. 1994 übernahm er die Sozialeinrichtung und investierte in einen modernen Erweiterungsbau. Im gleichen Jahr wurde die Platzzahl auf 41 angehoben.