News

FDP fordert Bürokratieabbau im Gesundheitswesen

Die FDP-Fraktion im Bundestag will der wachsenden Bürokratie im Pflege- und Gesundheitswesen einen Riegel vorschieben.

Hand dreht Würfel und ändert den Ausdruck Bürokratiewahn in Bürokratieabbau.
Der Verwaltungsaufwand in Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen hat in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. AdoebStock/Fokussiert

In einem Antrag (20/14265) beklagen die Liberalen, dass der Verwaltungsaufwand in Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in den vergangenen Jahren massiv zugenommen habe. Laut dem Antrag verbrächten niedergelassene Ärztinnen und Ärzte inzwischen mehr als 61 Arbeitstage pro Jahr allein mit administrativen Aufgaben.

Auch in Kliniken und Pflegeheimen sei die Situation alarmierend. Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte seien täglich mehrere Stunden mit Dokumentationspflichten, Prüfverfahren und Doppelstrukturen beschäftigt. Hinzu komme eine mangelhafte Digitalisierung, die zusätzlich wertvolle Ressourcen binde.

Um dem entgegenzuwirken, fordert die Fraktion ein umfassendes „Entbürokratisierungsgesetz“. Kern des Vorstoßes ist eine „Bepreisung von Bürokratie- und Berichtspflichten“, die den Verwaltungsaufwand messbar und sichtbar machen soll. Zudem schlägt die FDP vor, Bagatellgrenzen in den Sozialgesetzbüchern V (Krankenversicherung) und XI (Pflegeversicherung) zu erhöhen sowie Fristen für Nachweise und Berichte zu verlängern.

Der Antrag enthält darüber hinaus 74 konkrete Vorschläge, um den bürokratischen Aufwand im Gesundheitswesen zu reduzieren. Die Liberalen sehen darin eine Möglichkeit, nicht nur Kosten zu senken, sondern vor allem die Versorgung von Patientinnen und Patienten deutlich zu verbessern.