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Diakonie Bayern: Politisch motivierte Konflikte in Einrichtungen nehmen zu
Mitarbeitende der Diakonie Bayern erleben politisch motivierte Anfeindungen, Tendenz steigend.
Wenige Tage vor der Bundestagswahl hat die Diakonie Bayern alarmierende Ergebnisse einer Mitgliederbefragung zu politisch motivierten Konflikten in ihren Einrichtungen vorgestellt.Sabine Weingärtner, Präsidentin der Diakonie Bayern, berichtete heute in Nürnberg, dass ein Drittel der Mitarbeitenden politisch motivierte Anfeindungen erlebt habe, mit steigender Tendenz.
Die Umfrage unter den 1.300 Mitgliedern der Diakonie in Bayern, an der über 550 Mitarbeitende teilnahmen, zeichnet ein bedenkliches Stimmungsbild. Mehr als 90 Prozent der Befragten gaben an, dass politische Aussagen mit rechts- oder linksextremem Hintergrund in den letzten Jahren deutlich zugenommen hätten.
Weingärtner betonte, dass die Angriffe zwar hauptsächlich verbal seien, aber dennoch eine hohe Belastung für die Mitarbeitenden darstellten. 75 Prozent der Befragten berichteten von einer Verschärfung des Tons in den Debatten.
Gleichzeitig wurde nach den Konsequenzen solcher Konflikte in den Einrichtungen gefragt. „In den meisten Fällen suchen die Kollegen und Kolleginnen das Gespräch – in 15 Prozent aller Fälle wurde nach einem Konflikt die Zusammenarbeit mit bzw. die Betreuung der Betreffenden aber beendet.“ Zu Strafanzeigen sei es nur in Ausnahmefällen gekommen.
Die Diakonie reagiert bereits auf diese Entwicklung. Ein Viertel der befragten Einrichtungen verfügt über spezielle Ansprechstellen für betroffene Mitarbeiter. Zudem versucht die Organisation mit Projekten wie der „Diakonie der Vielfalt“ und der Kampagne „#Verständigungsorte“, einen Beitrag zur Überwindung der gesellschaftlichen Spaltung zu leisten.
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