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Bayern stärkt wohnortnahe Pflege
Mit über 3,6 Millionen Euro hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach (CSU) im ersten Halbjahr 2025 die wohnortnahe Pflege in zehn bayerischen Kommunen gefördert. Das Programm „Gute Pflege in Bayern“ soll innovative, lokale Versorgungskonzepte ermöglichen und die Eigenständigkeit Pflegebedürftiger stärken. Besonders hohe Zuschüsse gingen an Bamberg und Rosenheim. Weitere Anträge befinden sich bereits in Prüfung.
Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach (CSU) hat im ersten Halbjahr 2025 über 3,6 Millionen Euro zur Stärkung wohnortnaher Pflegestrukturen in zehn bayerischen Kommunen bereitgestellt. Das gab das Ministerium am 19. Juni bekannt. Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm „Gute Pflege in Bayern“ , das laut Gerlach im zweiten Jahr seines Bestehens auf großes Interesse stößt.
„Unser Förderprogramm erfreut sich im zweiten Jahr großer Beliebtheit“, erklärte die Ministerin. Die geförderten Projekte sollen moderne, dezentrale Pflegeangebote vor Ort ermöglichen. Ziel sei es, dass Pflegebedürftige möglichst lange selbstständig bleiben und am sozialen Leben teilnehmen können.
Besonders hohe Fördersummen gingen an Rosenheim und Bamberg. Die Stadt Rosenheim erhielt rund 1,1 Millionen Euro für den Aufbau von Stellen für sogenannte Soziallotsen. Diese sollen durch ihre enge Anbindung an die Kommunen frühzeitig Kontakt zu hilfsbedürftigen Menschen aufnehmen und auf Versorgungslücken hinweisen können. Bamberg bekam rund 1,3 Millionen Euro für das Quartiersprojekt „Care im Quartier“, das ein umfassendes Konzept zur lokalen Pflegeversorgung vorsieht.
„Es freut mich, dass sowohl kleine Gemeinden als auch große Landkreise die Initiative ergreifen und individuelle Lösungen vor Ort entwickeln“, sagte Gerlach. Das Förderprogramm sei ein Beispiel dafür, wie gezielte finanzielle Unterstützung die Innovationskraft der Kommunen wecken könne. Aktuell befinden sich laut Ministerium neun weitere Förderanträge in Prüfung. Zudem würden laufend neue Anträge eingereicht.
Bereits im ersten Jahr des Programms, 2024, wurden laut Gerlach 30 Projekte mit insgesamt mehr als 5,6 Millionen Euro gefördert. „Mit diesem Programm verbessern wir die örtlichen Pflegestrukturen mit innovativen und dezentralen Maßnahmen“, betonte sie. Ein zentrales Ziel des Programms ist es, die Kommunen und Landkreise in die Lage zu versetzen, sich auf künftige Herausforderungen in der Pflege einzustellen. Dabei erhalten sie laut Ministerium „maximale Flexibilität“, um passgenaue Angebote vor Ort zu entwickeln.
Die Ministerin unterstrich: „Zentral für die Zukunft ist es, Pflegestrukturen ganzheitlich zu denken.“ Dazu gehöre, Gemeinden und Landkreise aktiv einzubeziehen und lokale Akteure zu vernetzen. Mehr als 80 Prozent der Pflegebedürftigen in Bayern werden laut Gerlach zu Hause versorgt. Deshalb sei es besonders wichtig, wohnortnahe Lösungen zu fördern. Für das Programm „Gute Pflege in Bayern“ sind jährlich 25 Millionen Euro eingeplant.
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