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Abschiebung kolumbianischer Pflegekräfte: Muss ein Pflegeheim schließen?

Zehn kolumbianische Pflegekräfte sollen bis Donnerstag abgeschoben werden. Damit droht dem Heim die Schließung.

Muss ein Heim für Menschen mit Demenz schließen, weil 10 Pflegekräfte nach Kolumbien abgeschoben werden sollen? Foto: Adobe Stock/ Friedberg

Ein bevorstehender Personalverlust versetzt das Pflegeheim Haus Wilstedt in Niedersachsen in eine Krise: Zehn kolumbianische Pflegekräfte sollen bis Donnerstag abgeschoben werden, wie der NDR am 12. November berichtet. Ohne diese Mitarbeitenden droht die Schließung der Einrichtung im Landkreis Rotenburg, was die Versorgung von 48 demenzkranken Bewohnern massiv gefährdet.

Appell an die Politik

In einem offenen Brief fordern Angehörige und Mitarbeitende von Bundes- und Landespolitikern wie Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), die Abschiebungen auszusetzen. Sie warnen, dass eine Schließung des Heims dazu führen könnte, die Demenzkranken auf andere Einrichtungen zu verteilen – eine Veränderung, die für die Betroffenen schwer zu verkraften wäre.

Die Pflegekräfte hatten Asyl beantragt, doch alle Anträge wurden abgelehnt. Einrichtungsleiter Tino Wohlmacher betonte gegenüber dem NDR, dass die Fachkräfte gut integriert seien: Sie leben in Mietwohnungen, engagieren sich beruflich und in Vereinen, und ihre Kinder besuchen deutsche Schulen. Trotz des Pflegenotstands gebe es keine Möglichkeit, den Personalverlust kurzfristig auszugleichen.