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NRW zeichnet Versorgungsmodell für mehr als 2.000 Intensivklient:innen aus
Das Fachteam medizinische Behandlungspflege der Deutschen Fachpflege betreut bundesweit mehr als 2.000 Intensivklient:innen. Nach Unternehmensangaben trägt das Modell dazu bei, die Quote der Krankenhauseinweisungen bei 3,3 Prozent zu halten. Dafür erhält es den zweiten Gesundheitspreis 2025 des Landes Nordrhein-Westfalen.
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat die Deutsche Fachpflege für ihr Fachteam medizinische Behandlungspflege (FmB) mit dem zweiten Platz des Gesundheitspreises 2025 ausgezeichnet. Dieser ist mit 5.000 Euro dotiert. Die unabhängige Jury habe das Projekt als „besonders preiswürdig“ bewertet, teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit.
Mit dem Preis würdigt das Land demnach innovative und übertragbare Ansätze zur Weiterentwicklung der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung. Das FmB wurde 2021 eingeführt und soll die medizinisch-pflegerische Qualität in der außerklinischen Intensivpflege verbessern.
Unterstützung per Telefon, Telemedizin und vor Ort
Das interdisziplinär besetzte Fachteam unterstützt Pflegemitarbeitende bundesweit rund um die Uhr – per Telefon, Telemedizin und bei Bedarf vor Ort. Nach Angaben der Deutschen Fachpflege betreut das FmB mehr als 2.000 intensivpflichtige Klient:innen. Das Team fungiere dabei als Bindeglied zwischen Pflegefachpersonen, Ärzt:innen, An- und Zugehörigen sowie den Leitungsteams der außerklinischen Intensivpflege. Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist ein vom Unternehmen entwickelter Frühwarn-Regelkreis. Dieser soll gesundheitliche Veränderungen bei Intensivklient:innen frühzeitig erfassen. Laut Pressemitteilung trägt der Ansatz dazu bei, den Anteil der Krankenhauseinweisungen bei 3,3 Prozent zu halten.
Die betreuten Klient:innen weisen dem Unternehmen zufolge unterschiedliche Grunderkrankungen auf. Dazu zählen Folgezustände neurologischer Akuterkrankungen, chronisch fortschreitende Erkrankungen sowie immunologische, genetische und metabolische Störungen. Hinzu kämen zunehmend mehrere Nebendiagnosen.
Fachteam übernimmt Analysen, Beratung und Schulungen
Zum Leistungsspektrum des FmB gehören nach Angaben der Deutschen Fachpflege unter anderem regelmäßige Blutgasanalysen, Beatmungsmanagement, Trachealkanülenversorgung und Atemtherapie. Das Team begleitet außerdem die Entwöhnung von Beatmung und Trachealkanüle in Zusammenarbeit mit Fachärzt:innen, schult Pflegemitarbeitende und berät An- und Zugehörige. Auch die Vor- und Nachbereitung ärztlicher Visiten zählt zu den Aufgaben.
CEO Daniel Klein erklärte, das Unternehmen wolle mit dem Fachteam eine bessere Messbarkeit der Pflege und eine „enge Verknüpfung aller Fachleute“ erreichen. Angesichts der Herausforderungen in der außerklinischen Intensivpflege gelte es, die Versorgungsqualität weiterzuentwickeln und zugleich die Kosten zu berücksichtigen.
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