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Umfrage: 64 Prozent der Pflegefachpersonen zufrieden mit Gehalt

Zwei Drittel der Pflegefachpersonen in Nordrhein-Westfalen bewerten ihr Einkommen positiv. Das geht aus einer Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Pflegekammern NRW und Rheinland-Pfalz hervor. Die Pflegekammer NRW sieht darin einen Beleg für die Wirkung der Tarifsteigerungen der vergangenen Jahre.

Gehalt Geld
Zwei Drittel der Pflegefachpersonen in NRW sind laut Allensbach-Umfrage mit ihrem Gehalt zufrieden. Foto: Adobe Stock/Stockfots_MG

Insgesamt 64 Prozent der befragten Pflegefachpersonen gaben an, mit ihrer Bezahlung zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Grundlage sind Angaben von rund 2.880 Pflegefachpersonen aus allen Bereichen der professionellen Pflege in Nordrhein-Westfalen. Die Erhebung knüpft nach Angaben der Pflegekammer NRW an eine Befragung aus dem Jahr 2023 an.

Kammerpräsidentin sieht Entwicklung positiv

„Über viele Jahre wurde vor allem darüber gesprochen, dass Pflege schlecht bezahlt wird. Unsere Ergebnisse zeigen heute ein differenzierteres Bild“, sagt Sandra Postel, Präsidentin der Pflegekammer NRW. Rund zwei Drittel der Pflegefachpersonen in NRW seien zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrem Gehalt, die Entwicklung gehe „in die richtige Richtung“.

Bezahlung löst nicht alle Probleme

Eine faire Vergütung sei ein wichtiger Schritt zu attraktiveren Arbeitsbedingungen, löse aber nicht alle Probleme im Berufsalltag, heißt es in der Mitteilung der Pflegekammer NRW. Wo Personal fehle, bleibe die Arbeit belastend, und wo Pflegefachpersonen pflegefremde Tätigkeiten übernähmen, fehle Zeit für die eigentliche Aufgabe. „Gute Arbeitsbedingungen enden nicht beim Gehalt. Wir müssen dafür sorgen, dass Pflegefachpersonen ihre Zeit und ihre Kompetenzen auch tatsächlich für professionelle Pflege einsetzen können“, betont Postel.

Berufsordnung und Kampagne gegen pflegefremde Aufgaben

Ein Baustein sei die Berufsordnung, die die Pflegekammer NRW nach eigenen Angaben erstmalig 2025 verabschiedet hat und die regelt, was Pflege ist und was nicht. Mit der Kampagne #nichtdeinjob wendet sich die Kammer zudem gegen Aufgaben, die Pflegefachpersonen von ihrer Kernarbeit abhalten. Ziel sei, dass sich Pflegefachpersonen wieder stärker auf die Versorgung von Menschen konzentrieren können.

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