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Ankerpunkt Junge Demenz in Hamburg bis 2029 gesichert
Die AOK Rheinland/Hamburg verlängert die Förderung des Projekts „Ankerpunkt Junge Demenz“ um weitere drei Jahre. Träger ist die Alzheimer Gesellschaft Hamburg. Das Angebot richtet sich an Menschen unter 65 Jahren mit einer Demenzerkrankung und deren Angehörige.
In Hamburg leben nach Angaben der Alzheimer Gesellschaft rund 1.475 Menschen zwischen 20 und 64 Jahren mit einer Demenz. Insgesamt sind in der Hansestadt etwa 27.200 Menschen betroffen. Nach Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) könnte diese Zahl bis 2060 auf rund 43.000 steigen. Das wäre ein Anstieg um fast 60 Prozent gegenüber 2020. Ursprünglich war die Finanzierung bis Ende April 2026 befristet. Nun läuft sie laut Mitteilung bis April 2029 weiter.
Beratung, Lotsenfunktion und Selbsthilfegruppen
Das Angebot umfasst nach Angaben der Alzheimer Gesellschaft psychosoziale Beratung und eine Lotsenfunktion. Hinzu kommen Selbsthilfegruppen, Schulungen und die Vernetzung mit weiteren Diensten. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf Menschen mit Frontotemporaler Demenz. „Ziel ist es, Selbsthilfe und Selbstwirksamkeit zu stärken, soziale Teilhabe zu ermöglichen und Familien langfristig zu entlasten“, erklärt Stefanie Klinowski, Projektleiterin des „Ankerpunkt Junge Demenz“.
Über 450 Familien bereits begleitet
Der Bedarf sei groß, teilt die Alzheimer Gesellschaft mit. Mehr als 1.000 Betroffene und Angehörige seien in Hamburg bereits begleitet worden. Hinzu kämen über 1.400 Beratungsgespräche mit mehr als 450 Familien. „Diese Menschen sind nicht einfach jüngere Versionen älterer Demenzerkrankter. Sie stehen mitten im Leben und brauchen deshalb auch andere Antworten“, so die Alzheimer Gesellschaft Hamburg e. V.
AOK verweist auf besondere Familiensituation
„Eine Demenzerkrankung in jungen Jahren verändert das Leben einer ganzen Familie“, erklärt Thomas Bott, Regionaldirektor der AOK in Hamburg. Mit der Förderung sollten Betroffene und Angehörige verlässliche Unterstützung finden. Jörn Wieking, Geschäftsführer der Alzheimer Gesellschaft Hamburg e. V., ergänzt: Die Förderung ermögliche es, Betroffene weiter zu begleiten. Zudem könnten neue Angebote entstehen und bestehende Strukturen wachsen.
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