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Protest gegen Pflegereform PNOG: Rote Karten aus Hanau
Mit roten Karten haben Mitarbeitende der Martin Luther Stiftung Hanau gegen den aktuellen Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG) protestiert. Die Aktion ist Teil einer bundesweiten Kampagne von Diakonie, Ver.di und weiteren Pflegeverbänden. Der Träger warnt vor zusätzlichen Belastungen für Pflegebedürftige, Angehörige und Beschäftigte.
An der Protestaktion beteiligten sich Beschäftigte aus der ambulanten und stationären Versorgung, wie die Martin Luther Stftung mitteilt. Rund 1.000 Mitarbeitende der Martin Luther Stiftung betreuen etwa 1.300 ältere Menschen in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis. Mit der Beteiligung an der bundesweiten Aktion will der Träger auf die Bedeutung einer verlässlichen Pflege aufmerksam machen und vor den Folgen des Reformvorhabens warnen.
Reform darf Lasten nicht weiter abwälzen
„Eine Reform der Pflegeversicherung ist notwendig. Aber sie muss Probleme lösen, statt die Folgen auf diejenigen abzuwälzen, die schon heute einen großen Teil der Last tragen“, so Thorsten Hitzel, Vorstandsvorsitzender der Martin Luther Stiftung Hanau. Aus Sicht der Stiftung verfehlt der Gesetzentwurf in seiner aktuellen Form dieses Ziel.
Warnung vor schwerer zugänglichen Hilfsangeboten
Die geplanten Regelungen könnten nach Einschätzung des Trägers dazu führen, dass Hilfsangebote schwerer zugänglich werden und der Druck auf Familien, Pflegeeinrichtungen und Mitarbeitende weiter zunimmt. Hitzel kritisiert: „Wer Leistungen kürzt, Unterstützung hinauszögert oder notwendige Angebote schwächt, sichert Pflege nicht, sondern erhöht den Druck weiter.“
Forderung nach guten Arbeitsbedingungen
Der Stiftungsvorstand fordert Reformen, die Pflege strukturell stärken und die Beschäftigten entlasten. „Wir brauchen Reformen, die Pflege stärken, Angehörige entlasten und gute Arbeitsbedingungen in der Pflege dauerhaft sichern“, so Hitzel. Mit der Beteiligung an der bundesweiten Aktion setzt die Martin Luther Stiftung nach eigenen Angaben ein Zeichen gegen den vorliegenden Entwurf und für verlässliche Rahmenbedingungen in der Langzeitpflege.
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