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Altenhilfe stabilisiert sich leicht – Strukturprobleme bleiben bestehen
Die Altenhilfebranche zeigt erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung, kämpft aber weiterhin mit grundlegenden Herausforderungen bei Personal und Finanzierung. Das zeigen die Ergebnisse des Altenhilfebarometers 2025 von Curacon, das jetzt vorliegt.
Das neue Altenhilfebarometer 2025 von Curacon zeichnet ein gemischtes Bild der deutschen Pflegebranche. Während sich die wirtschaftliche Situation vieler Einrichtungen stabilisiert hat, bleiben die strukturellen Probleme ungelöst. Die Studie macht deutlich, dass die Branche an einem Wendepunkt steht – zwischen vorsichtiger Hoffnung und anhaltenden existenziellen Sorgen.
Wirtschaftslage zeigt erste Verbesserungstendenzen
Laut der Curacao-Studie berichten rund 60 Prozent der befragten Einrichtungen für 2024 über eine wirtschaftliche Stabilisierung oder Verbesserung ihrer Lage. Gleichzeitig geben jedoch 37 Prozent eine Verschlechterung an, was die Polarisierung innerhalb der Branche verdeutlicht.
Als Hauptgrund für die teilweise Erholung nennt die Studie die erstmalige Berücksichtigung von inflations- und tarifbedingten Kostensteigerungen in den Budgetverhandlungen für 2024. Diese Anpassungen hätten an verschiedenen Stellen für wirtschaftliche Entlastung gesorgt, so die Studienautoren.
Dennoch bleiben die Ursachen für wirtschaftliche Schwierigkeiten bestehen: steigende Kosten, unzureichende Refinanzierung und Unsicherheiten bei gesetzlichen Rahmenbedingungen belasten die Träger weiterhin. Besonders kritisch bewerten die befragten Einrichtungen laut Curacon die fehlende Berücksichtigung von Risiko- und Wagniszuschlägen im SGB XI – ein Thema, das dringend politisch adressiert werden müsse.
Strategische Neuausrichtung stockt trotz erkanntem Bedarf
Die Studie, die auf einer Befragung von über 250 Einrichtungen aus allen Bundesländern basiert, zeigt auch bei der strategischen Ausrichtung der Branche Defizite auf. Für 30 Prozent der Befragten besteht ein hoher Handlungsbedarf, ihr Leistungsportfolio zu verändern.
Zwar erkennen laut Curacon viele Einrichtungen die Notwendigkeit zur Neuausrichtung, etwa durch neue Versorgungsformen wie „stambulante“ Pflege oder betreutes Wohnen. Es fehle jedoch häufig an konkreten Konzepten und gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Umsetzung.
Auch bei der Digitalisierung hinkt die Branche hinterher: Nur ein geringer Teil der Einrichtungen verfügt über eine ausformulierte Digitalstrategie. Zudem bleibt die Umsetzung der Personalbemessung (PeBeM) eine Herausforderung für die Träger.
Das Altenhilfebarometer beleuchtet neben der wirtschaftlichen Entwicklung auch zentrale Themen wie Fachkräftemangel, Digitalisierung und Pflegereform. Die Studienautoren kommen zu dem Schluss, dass die Branche weiterhin unter hohem Druck steht – sowohl ökonomisch als auch strukturell und personell.
Alle Ergebnisse im Detail können der ausführlichen Studienschrift entnommen werden. Diese kann kostenlos unter www.curacon.de/studien/ bestellt werden.
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