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Anwerbung: Pflegeeinrichtungen erhalten 12.500 Euro Zuschuss

Pflegeeinrichtungen in Schleswig-Holstein bekommen künftig 12.500 Euro für jede Anwerbung einer internationalen Pflegekraft erstattet. Darauf hat sich die Landespflegesatzkommission geeinigt. Der bpa-Landesvorsitzende Mathias Steinbuck sieht darin einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Pflegeversorgung. Zugleich fordert er schnellere Anerkennungsverfahren auf Bundesebene.

"Das ist ein Schritt, der wirklich etwas bewirken wird", sagt der schleswig-holsteinische Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Mathias Steinbuck. Foto: bpa

Pflegeeinrichtungen in Schleswig-Holstein erhalten einen Zuschuss von 12.500 Euro für jede angeworbene Pflegefachkraft aus dem Ausland. Das hat die Landespflegesatzkommission am 19. Juni in Kiel beschlossen. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) begrüßt die Einigung in einer Pressemitteilung als wichtigen Fortschritt in der Finanzierung internationaler Fachkräftegewinnung.

„Das ist ein Schritt, der wirklich etwas bewirken wird“, sagte Mathias Steinbuck, Landesvorsitzender des bpa in Schleswig-Holstein. Die pflegerische Versorgung im Land sei ohne die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte aus dem Ausland nicht zu gewährleisten. Bislang mussten Einrichtungen die Anwerbungskosten allein tragen. Mit dem neuen Zuschuss würden nun ein wesentlicher Teil der Ausgaben für Personalsuche, Anerkennungsverfahren und Integrationsmaßnahmen gedeckt.

Der bpa sieht in der Einigung eine faire und praktikable Lösung, die den Einrichtungen mehr Planungssicherheit bietet. Eine begleitende Evaluation der Maßnahme wurde ebenfalls vereinbart. Steinbuck betont jedoch, dass die finanzielle Entlastung allein nicht ausreiche, solange die Anerkennung internationaler Pflegekräfte zu lange dauere. Aktuell betrage die durchschnittliche Wartezeit rund 500 Tage.

In diesem Zusammenhang fordert der bpa-Landesvorsitzende weitere Schritte auf Bundesebene. „Eine schnellere Visavergabe für Pflegekräfte und die Kompetenzvermutung, mit der dreijährig oder akademisch ausgebildete Pflegekräfte mit entsprechenden Sprachkenntnissen sofort eingesetzt werden können, müssen jetzt in Berlin auf den Weg gebracht werden“, so Steinbuck.