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Verbände übergeben Petition für bessere Pflegebedingungen

Zum Internationalen Tag der Pflegenden am Montag haben Vertreterinnen und Vertreter von Diakonie, Arbeiterwohlfahrt, Paritätischem Gesamtverband, Deutschem Gewerkschaftsbund, Volkssolidarität und weiteren Verbänden in Berlin die Petition „Mach dich stark für Pflege“ mit gut 143.000 Unterschriften an das Bundesgesundheitsministerium übergeben.

Demonstranten in lila Kleidung bei Pflegeprotest, eine Person gibt Interview, Banner und Gewerkschaftsflaggen im Hintergrund.
Diakonie-Bundesvorständin Elke Ronneberger wies darauf hin, dass 80 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause versorgt würden. Deren Angehörige trügen die Hauptlast der Pflege. Foto:Diakonie/Claudine da Rocha

Anlässlich des Internationalen Tags der Pflegenden am Montag forderten Sozialverbände und Gewerkschaften von den demokratischen Parteien im Bundestag Verbesserungen für Pflegebedürftige und deren Angehörige. In Berlin übergaben Vertreterinnen und Vertreter von Diakonie, Arbeiterwohlfahrt, Paritätischem Gesamtverband, Deutschem Gewerkschaftsbund, Volkssolidarität und weiteren Verbänden die Petition „Mach dich stark für Pflege“ mit gut 143.000 Unterschriften an das Bundesgesundheitsministerium.

In der Petition fordern die Verbände den Umbau der Pflegeversicherung in eine Vollversicherung. Das solle Pflegebedürftige „vor unwägbaren finanziellen Risiken“ schützen, hieß es. Pflegende Angehörige müssten wirtschaftlich besser abgesichert werden, auch im Rentenalter. Lohnersatzleistungen und zusätzliche Rentenpunkte könnten dazu beitragen. Zudem müsse der Zugang zu Leistungen der Pflegeversicherung einfacher und übersichtlicher werden.

Pflege sei nicht nur Versorgung, sondern ermögliche ein selbstbestimmtes Leben, begründeten die Verbände ihren Vorstoß. Das aktuelle Pflegesystem sei veraltet und werde wachsenden Herausforderungen nicht mehr gerecht.

Warken will mehr Kompetenzen für Pflegekräfte

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken spricht sich für mehr Kompetenzen und bessere Arbeitsbedingungen für dringend benötigte Pflegekräfte aus. „Pflege kann mehr, als sie bislang darf», sagte die CDU-Politikerin. „Ihre Kompetenz müssen wir stärker nutzen, um eine alternde Gesellschaft zu versorgen.“ Es gelte, die Aufgaben von Pflegekräften ihren Fähigkeiten stärker anzupassen, um den Beruf noch attraktiver zu machen.

Sie würdigte anlässlich des Tages der Pflegenden auch die vielen Angehörigen, die sich um Kranke und Pflegebedürftige kümmern. „Sie halten unser Gemeinwesen zusammen.“ Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD vereinbart, unter anderem das Gesetz zu Pflegekompetenzen auf den Weg zu bringen.