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Deutscher Pflegerat fordert gesetzliche Vorgaben für IT-Sicherheit in der Pflege
Angesichts zunehmender Cyberangriffe und wachsender digitaler Anforderungen drängt der Deutsche Pflegerat (DPR) auf klare gesetzliche Regelungen zur IT-Sicherheit in der Pflege. Die Fachkommission „Digitalisierung in der Pflege“ des DPR warnt, dass ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen ohne verbindliche Standards erheblichen Risiken ausgesetzt seien.
Der DPR formuliert drei zentrale Forderungen:
- Verbindliche Sicherheitsstandards und Zertifizierungspflicht für IT-Hersteller: IT-Anbieter sollen gesetzlich verpflichtet werden, gängige Sicherheitsstandards – etwa nach den Vorgaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) – umzusetzen. Die eingesetzten Produkte und Dienstleistungen, darunter auch Dokumentationssysteme, müssten zertifiziert sein. Besonders kleinere ambulante Dienste seien ohne klare Vorgaben oft überfordert.
- Pflege soll IT-Sicherheitsstandards mitdefinieren: Die Profession Pflege müsse selbst, in enger Abstimmung mit dem BSI, festlegen können, was als Stand der Technik im Bereich IT-Sicherheit gilt. „Nur wenn gesetzliche Grundlagen geschaffen werden, können branchenspezifische Anforderungen flexibel an technologische Entwicklungen angepasst werden“, so der DPR.
- Finanzierung absichern: Die Kosten für IT-Sicherheitsmaßnahmen – etwa für Zertifizierungen, Schulungen oder technische Schutzvorkehrungen – sollen nicht allein bei den Einrichtungen verbleiben. Der DPR fordert eine verlässliche Refinanzierung über Pflege- und Krankenversicherung oder alternative Förderwege.
„IT-Sicherheit darf bei ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen nicht dem Zufall überlassen bleiben. Wir brauchen klare Regeln, die die besonderen Anforderungen der Pflegepraxis berücksichtigen“, erklärte Thomas Meißner, DPR-Fachkommission „Digitalisierung in der Pflege“.
Die Fachkommission betont, dass die sichere Verarbeitung sensibler Gesundheits- und Pflegedaten eine Grundvoraussetzung für die Digitalisierung der Pflege sei. Dafür bedürfe es jedoch rechtlicher Klarheit und finanzieller Unterstützung.
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