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Pflegeschule kommt nicht: Kaspar Pfister zieht sich wegen AfD Wahlergebnis zurück
Die Pläne für eine private Pflegefachschule in Onstmettingen (Zollernalbkreis) sind gescheitert. Kaspar Pfister, Benevit-Gruppe, hatte geplant, rund zehn Millionen Euro in den Bau einer Pflegeschule zu investieren. Doch nach den jüngsten Wahlergebnissen im Ort hat Pfister sein Vorhaben aufgegeben.
„Hier geht es nicht allein um die reine Ausbildung, sondern auch um Integration“, betonte Pfister. Zuerst hatte die Schwäbische Zeitung darüber berichtet. Da in den beiden Onstmettinger Wahllokalen 33 und 37 Prozent der Wähler für die AfD gestimmt hätten, zweifelt er an der notwendigen Akzeptanz für sein Projek. Doch dort, wo nun vielmehr von „Remigration“ die Rede sei, wolle er keine Schule eröffnen.
Die Benevit-Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben 1791 Mitarbeiter, darunter 475 Menschen aus 67 Nationen. Pfister betont seit Jahren, dass Vielfalt ein zentraler Bestandteil seiner Unternehmensphilosophie sei. Die Onstmettinger Pflegeschule sollte insbesondere ausländische Pflegeschüler ausbilden, die dringend für den Arbeitsmarkt benötigt werden. Doch angesichts der politischen Stimmung in der Region sieht Pfister keine stabile Grundlage für sein Investitionsvorhaben.
Neben den politischen Rahmenbedingungen kritisiert Pfister auch die fehlende Verlässlichkeit in der Pflegepolitik. Sein Modell der „stambulanten“ Pflege, das stationäre und ambulante Pflegeleistungen kombiniert, bleibt trotz jahrelanger Bemühungen weiterhin ein Modellprojekt ohne gesetzliche Verankerung. „Es ist eine Linie erreicht. Ich muss die Reißleine ziehen“, lautet sein Appell wohl auch nach Berlin. Solange er keine Verlässlichkeit und Sicherheit habe, werde er nicht investieren.
Pfister hat sich bewusst entschieden, seine Entscheidung öffentlich zu machen. Welche Auswirkungen das auf weitere geplante Vorhaben der Benevit-Gruppe haben wird, ist noch offen.
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