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Bundesministerium für Gesundheit: Wer übernimmt?

Im Zuge der laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD rückt die Besetzung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) in den Fokus. Mehrere Namen werden als potenzielle Nachfolger:innen für den amtierenden Minister Karl Lauterbach gehandelt. Ein Überblick über die derzeit diskutierten Kandidaten und ihre Chancen.

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In den aktuellen Diskussionen über die mögliche Besetzung des Bundesgesundheitsministeriums in einer von Friedrich Merz (CDU) geführten Koalition werden mehrere Personen als potenzielle Kandidaten genannt:. Foto: AdobeStock/Thaut Images

In den aktuellen Diskussionen über die mögliche Besetzung des Bundesgesundheitsministeriums in einer von Friedrich Merz (CDU) geführten Koalition werden mehrere Personen als potenzielle Kandidaten genannt:

Karl-Josef Laumann (CDU): Der erfahrene nordrhein-westfälische Gesundheitsminister verfügt über eine breite Unterstützung innerhalb der Union. Laumann war  wird aufgrund seiner langjährigen Erfahrung und pragmatischen Politik als aussichtsreicher Kandidat gehandelt. Von Dezember 2013 bis Juni 2017 war er Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigter der Bundesregierung für Pflege im Amt eines Staatssekretärs im Bundesministerium für Gesundheit.

Jens Spahn (CDU): Der frühere Bundesgesundheitsminister (2018–2021) signalisierte öffentlich sein Interesse an einer Rückkehr in die Bundesregierung, auch wenn er nicht zwingend wieder das Gesundheitsressort übernehmen möchte. Spahn könnte aufgrund seiner Bekanntheit und seines Netzwerks erneut eine zentrale Rolle spielen. Wahrscheinlicher ist aber ein Posten im Wirtschaftsministerium.

Bärbel Bas (SPD): Die ehmalige Bundestagspräsidentin wird als mögliche Leiterin eines erweiterten Sozialministeriums gehandelt, das Gesundheit und Soziales vereinen könnte.​ Ihre langjährige Erfahrung in der Gesundheitspolitik stärkt ihre Position für dieses Amt.

Tino Sorge (CDU): Als gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion konnte sich Sorge bereits profilieren. Ihm wird eine pragmatische und lösungsorientierte Arbeitsweise nachgesagt, insbesondere in Themenfeldern wie Arzneimittelversorgung und Gesundheitsinfrastruktur. Sein großer Trumpf: Er kommt aus dem Osten. Die meisten Favoriten auf Ministerposten sind aber aus den alten Bundesländern.

Klaus Holetschek (CSU): Bayerns ehemaliger Gesundheitsminister und aktueller CSU-Fraktionschef im Landtag gilt als erfahrener Krisenmanager. In seiner Zeit als bayerischer Gesundheitsminister hat er viel bewegt. Trotz seiner bundesweiten Bekanntheit möchte Söder ihn allerdings in Bayern halten, was eine Berufung nach Berlin derzeit eher unwahrscheinlich macht

Karl Lauterbach (SPD): Der amtierende Bundesgesundheitsminister wird in einigen Berichten ebenfalls als möglicher Kandidat für eine Fortsetzung seiner Amtszeit genannt. Allerdings gibt es innerhalb der Union Bestrebungen, das Gesundheitsressort wieder in Unionshände zu bringen. Die Schwäbische sieht es anders: „Entgegen aller Annahmen scheint es nicht ausgeschlossen, dass Karl Lauterbach seine Mission als Gesundheitsminister fortsetzen kann. Dieses Amt ist offensichtlich so unbeliebt in der Union, dass sich wohl niemand darum reißt. Zudem wird Lauterbach zugutegehalten, dass er, wenngleich nicht im Sinne der meisten Unionspolitiker, Reformen durchgeboxt hat, die seit Jahren der Umsetzung harrten.

Diese Spekulationen sind Teil der laufenden Diskussionen über die Zusammensetzung eines möglichen Kabinetts unter Friedrich Merz. Die endgültige Besetzung der Ministerposten hängt von den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD ab.