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Pflegen & Wohnen Hamburg testet virtuelle Notfallversorgung
Pflegebedürftige in stationären Einrichtungen im Hamburger Süden erhalten ab sofort eine telemedizinische Notfallbetreuung.
Das neue Modellprojekt ermöglicht Pflegekräften, nicht lebensbedrohliche Notfälle via Telemedizin-Konsil mit der Notaufnahme des Asklepios Klinikums Harburg abzuklären – statt Betroffene direkt ins Krankenhaus einzuweisen. Beteiligt sind die Krankenkassen AOK Rheinland/Hamburg, IKK classic und TK sowie der Pflegeheimbetreiber Pflegen & Wohnen Hamburg, der in einer aktuellen Pressemitteilung über die virtuelle Notfallversorgung informiert. Grundlage des Projekts ist ein Vertrag nach §140a SGB V, der Kooperationen zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern regelt.
Und so funktioniert es: Bei einem nicht lebensbedrohliche Notfall übermitteln Pflegekräfte per Diagnostik-Tool zum Beispiel Vitalparameter und Bildaufnahmen in Echtzeit an die Notaufnahme. Ärzt:innen bewerten die Daten, entscheiden über die Behandlung und leiten diese an. Im Anschluss an die Beratung übernehmen also entweder die speziell für den Fall geschulten Pflegekräfte die Behandlung vor Ort in der Pflegeeinrichtung oder Asklepios sorgt für eine ambulante Weiterbehandlung durch eine haus- oder fachärztliche Praxis.
„Das ist ein riesiger Vorteil für alle Seiten – die Patientinnen und Patienten, die Pflegeeinrichtungen, aber auch die Notaufnahme, die entlastet wird“, sagt Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg.
Pflegekräfte erhalten Notfalltrainings durch das Klinikpersonal und dürfen nach Rücksprache bestimmte Behandlungen eigenständig durchführen. Der Stress für Pflegebedürftige durch Kliniktransporte sinke, während Pflegekräfte ihre Handlungskompetenz ausbauen könnten, betont Katja Lohmann, Geschäftsführerin von Pflegen & Wohnen Hamburg, die Vorteile.
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