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Pflegemarkt: Eine verhaltene Erholung in der vollstationären Pflege
Welche Entwicklungen werden in diesem Jahr noch eine entscheidende Rolle für Betreiber spielen?
Die Terranus-Geschäftsführer Anja Sakwe Nakonji und Markus Bienentreu schätzen die aktuelle Situation am Pflegemarkt in einem Interview ein, das auf der Webseite des Beratungsunternehmens erschienen ist.
„Insbesondere durch die Nachverhandlung von Pflegesätzen konnten viele Betreiber ihre Wirtschaftlichkeit wieder verbessern und es kam zu weniger Insolvenzen. Das ist eine erfreuliche Entwicklung für den Markt“, sagte Markus Bienentreu.
Dennoch stünden viele Betreiber weiterhin unter Druck. Insbesondere eine unzureichende Belegung aufgrund des Fachkräftemangels könne zu Problemen führen. Aber auch Einrichtungen mit veralteten Strukturen könnten aufgrund der verschärften Rahmenbedingungen nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden, ergänzt Anja Sakwe Nakonji.
Innovative, hybride Wohnkonzepte stoßen auf großes Interesse
„Es wird weiterhin bei Betreibern Portfoliobereinigungen geben müssen. Interessant ist, dass neue Betreiber – sowohl deutsche als auch ausländische Unternehmen – auf dem hiesigen Markt am Start sind. Ich bin gespannt, welche Auswirkungen das auf die Branche haben wird“, so die Geschäftsführerin weiter.
„Eine wirkliche Entspannung auf dem Pflegemarkt sehe ich auch noch nicht“, sagt Bienentreu. Die steigende Anzahl leerstehender Betten aufgrund des Personalmangels sei ein alarmierendes Zeichen! Auch im ambulanten Bereich gebe es wegen fehlenden Pflegekräften Versorgungslücken. Seniorenwohnkonzepte wie Betreutes Wohnen seien sowohl für Bewohnerinnen und Bewohner als auch für Betreiber und Investoren attraktiv. Als Anlagealternative für Pflegeheime müssten auch hier Standort, Objektqualität und Kaufpreis stimmen, so Anja Sakwe Nakonj.
„Auch ich sehe, dass innovative, hybride Wohnkonzepte zurzeit auf großes Interesse am Markt stoßen. Aber wer glaubt, diese an jedem Standort zu jedem Preis vermietet zu bekommen, ist auf dem Holzweg! Vielmehr hängt der Erfolg solcher Modelle nicht unwesentlich von der an den Investor zu zahlenden Miete und deren Durchsetzbarkeit am Markt ab. Um erfolgreich zu sein, gelten hier ähnliche ‚Spielregeln“‚ wie in der vollstationären Pflege“, ist Markus Bienentreu überzeugt.
Das komplette Interview lesen Sie hier.
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