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Heilbronn: Genossenschaftliches Pflegeheim liegt auf Eis
Es sollte das erste genossenschaftliche Pflegeheim in der Region werden, doch der Betreiber springt wegen Personalmangels ab.
Von Bürgern für Bürger – das war die Idee in Niedernhall (Hohenlohekreis). Ein Seniorenzentrum in genossenschaftlicher Hand, betrieben vom Arbeiter-Samariter-Bund Heilbronn-Franken (ASB). Die Genossenschaft stand kurz vor der Gründung. Doch dann kam die Absage: Der ASB will das Seniorenzentrum nicht betreiben. Als Grund nannte der ASB den akuten Personalmangel.
„Nach intensiver Prüfung haben wir uns entschieden, das Projekt nicht zu realisieren. Ausschlaggebend dafür ist unter anderem die äußerst angespannte Personalsituation“, so der ASB BW Heilbronn-Franken gegenüber dem SWR. Der Niedernhaller Bürgermeister Achim Beck (parteilos) bedauert den Rückzug des ASB. Das Projekt liege nun aber erst einmal in der Schublade und könne jederzeit wieder hervorgeholt werden.
Niedernhall sei bei weitem kein Einzelfall, so der SWR weiter. So wurde im vergangenen Jahr das Seniorenzentrum St. Hannah in Tauberbischofsheim-Distelhausen (Main-Tauber-Kreis) geschlossen. Betroffen waren 26 stationäre Pflegeplätze. Als Grund nannte die Betreiberin, die BBT-Gruppe (Barmherzige Brüder Trier), ebenfalls Personalmangel. Der ASB teilte auf SWR-Anfrage mit, in den vergangenen fünf Jahren sei eine Einrichtung geschlossen worden.
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