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Initiative Pro-Pflegereform wird wieder aktiv
Die Initiative Pro-Pflegereform meldet sich nach vier Jahren Pause mit neuen Reformvorschlägen zur Pflegeversicherung zurück.
Nach vierjähriger Pause tritt die Initiative Pro-Pflegereform erneut in den Diskurs um die Zukunft der Pflegeversicherung ein. Angesichts enttäuschender Ergebnisse der Pflegepolitik der Ampelkoalition sieht Initiator Bernhard Schneider, Hauptgeschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung, dringenden Handlungsbedarf. Die Initiative fordert eine strukturelle und finanzielle Neuausrichtung der Pflegeversicherung, um auf die wachsenden Probleme in der Branche zu reagieren.
Seit dem Inkrafttreten des Pflegeunterstützungs- und Entlastungsgesetzes (PUEG) im Jahr 2023 stagniert die Pflegepolitik. Versprochene Steuerzuschüsse zur Entlastung der Sozialversicherung bleiben aus, während steigende Kosten auf die Beitragszahler abgewälzt werden. „Obwohl der Bundeskanzler eine Jahrhundertreform fordert, bleibt davon nichts sichtbar“, kritisiert Schneider.
Die Initiative, unterstützt von rund 200 Organisationen, plant in Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Team um Prof. Heinz Rothgang die Aktualisierung ihres Reformkonzepts. Dabei stehen Themen wie der Sockel-Spitze-Tausch und die Aufhebung der Sektorentrennung im Fokus. Bis März 2025 soll ein neues Modell zur alternativen Ausgestaltung der Pflegeversicherung vorliegen.
Mit Blick auf die Bundestagswahl 2025 plant die Initiative, die Reformvorschläge in den Wahlkampf zu tragen, um den politischen Druck auf eine nachhaltige Neuausrichtung der Pflegeversicherung zu erhöhen.
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