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Für eine zukunftsfeste Pflege in M-V
Was bewegt die Akteure der Pflege in M-V? Die Politik wollte ganz nah dran sein.
Nach rund 20 Bürgerdialogen zur Zukunft der Pflege fand am 16. Oktober die Abschlussveranstaltung in Rostock statt. Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese lobte den Verein „Zukunftsfeste Pflege“, der vor allem private Pflegeanbieter vereint, als wichtigen Akteur in der Pflegelandschaft. „Sie mischen sich engagiert ein und stehen mit Herz und Verstand für Hilfesuchende zur Verfügung“, betonte Drese.
In ihrer Rede hob die Ministerin besonders drei zentrale Herausforderungen hervor:
- die Unterstützung pflegender Angehöriger,
- die Sicherung von Pflegepersonal
- sowie die wirtschaftliche Stabilität der Pflegeleistungen.
Es sei entscheidend, lokale Pflegestrukturen zu stärken und Hilfsangebote für pflegende Angehörige auszubauen. Wichtige Maßnahmen seien unter anderem die Vereinfachung der Anerkennungsverfahren für ehrenamtliche Helfer und die Erhöhung des Pflegegeldes.
Auch die Gewinnung von Fachkräften bleibt ein zentrales Thema. Der Pflegesektor ist in den letzten Jahren stark gewachsen, doch der Bedarf an Pflegekräften steigt weiter. Drese kündigte an, die Ausbildungsbedingungen weiter zu verbessern und mehr internationale Arbeitskräfte anzuwerben. Sie verwies dabei auf das neue Beratungszentrum für Erwerbsmigration, das Unternehmen bei der Rekrutierung unterstützt.
Mit Sorge sieht Ministerin Drese den nicht aufgelösten Streit zwischen ambulanten Pflegediensten und Krankenkassen bei der Neuverhandlung von Pflegesätzen in der häuslichen Krankenpflege. „Dienste müssen für die Leistung, die sie erbringen, auch angemessen vergütet werden“, sagte Drese.
„Es kann keine Dauerlösung sein, dass ich mich in die Verhandlungen einschalten muss oder Schiedsverfahren angestrengt werden, weil die Verhandlungspartner allein nicht in der Lage sind, zeitnah zu wirtschaftlichen Vergütungen zu kommen. Das sind Auseinandersetzungen, die wir uns nicht mehr leisten können“, kritisierte Drese. Auch hier brauche es Augenhöhe, damit Vertrauen wachsen kann, so die Ministerin.
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