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Caritasverband – Elisabeth Fix: Nutzen muss für alle erfahrbar sein

Die Caritas habe sich stets für die Anbindung der Pflegeeinrichtungen an die TI ausgesprochen, unterstreicht Elisabeth Fix, Co-Leiterin der Kontaktstelle Politik des Deutschen Caritasverbandes, vor dem Hintergrund der verpflichtenden Anbindung im Juli 2025. Nun müsse die Pflege auch „unverzüglich“ an den E-Rezept-Fachdienst der TI angeschlossen werden.

Elisabeth Fix, Caritasverband: Einrichtungen nicht bereits im Registrierungsprozess demotivieren. Deutscher Caritasverband

Von Dr. Elisabeth Fix

Nach dem PUEG müssen nun alle Pflegeeinrichtungen bis zum 1.7.2025 an die TI angebunden sein, um den Zugriff auf die ePA zu ermöglichen. Die Caritas hat sich stets für die Anbindung der Einrichtungen an die TI ausgesprochen und auf die Nutzung der Potenziale der Digitalisierung gesetzt. Beispielhaft seien genannt: eine lückenlose digitale Kette der eHKP, angefangen von der ärztlichen Verordnung über die Genehmigung der Krankenkassen bis hin zur digitalen Abrechnung. Oder die zahlreiche Touren sparende Nutzung des E-Rezepts. Allein: Die Anwendungen müssen in der Praxis existieren und funktionieren. In anderen Worten: Der Nutzen muss für alle Beteiligten erfahrbar sein.

Medienbruch verursacht hohen zusätzlichen Aufwand

Gegenwärtig beschäftigt uns in der Wohlfahrtspflege, wie das E-Rezept die Versorgung verbessern kann. Der Papierausdruck von E-Rezepten stellt aus Sicht von BAGFW, KBV und ABDA kurzfristig die wichtigste Lösung dar, E-Rezepte im pflegerischen Versorgungskontext zu übermitteln. Sowohl den ausstellenden Arztpraxen als auch den Versicherten, den Pflegeeinrichtungen und den Apotheken entsteht jedoch durch diesen Medienbruch derzeit ein hoher zusätzlicher Aufwand. Die Arztpraxen müssen neben dem Einstellen der Verordnung an den Fachdienst die benötigten Informationen zusätzlich an die Pflegeeinrichtung übermitteln. Die Pflege muss anschließend die Verordnungen an eine Apotheke weiterleiten. Ohne Zugriff auf den E-Rezept-Fachdienst erhält die Pflege dabei keine transparente Information über die vollständige Verordnung, da der QR-Code keine Verordnungsinformationen beinhaltet und der Ausdruck die Verordnungsinformationen nur gekürzt und nicht in strukturierter Form enthält. Die Caritas und die gesamte BAGFW setzen sich daher dafür ein, die Pflegeeinrichtungen unverzüglich an den Fachdienst der TI anzuschließen.