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AGVP warnt vor dramatischer Versorgungskrise in der Altenpflege

Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) schlägt Alarm: Laut aktuellen Hochrechnungen droht in der Altenpflege eine massive Versorgungslücke.

Pflegeheim
Laut aktuellen Hochrechnungen droht in der Altenpflege eine massive Versorgungslücke. Foto: AdobeStock/Peter Atkins

Der Präsident des AGVP, Thomas Greiner, zeigt sich besorgt: „Bis 2040 benötigen wir jährlich rund 17.000 zusätzliche Pflegeheimplätze, das entspricht 217 neuen Heimen pro Jahr. Stattdessen verlieren wir weiterhin Plätze – allein im vergangenen Jahr etwa 16.000.“ Greiner kritisiert, dass Pflegekassen und Politiker die Versorgungskrise verharmlosen. „Wer acht Heime abtelefonieren muss, um auf eine Warteliste zu kommen, verliert das Vertrauen in einen funktionierenden Staat. Wenn nicht sofort gegengesteuert wird, fehlen uns 2024 und 2025 insgesamt rund 450 Heime und 33.000 Plätze.“

Greiner verweist auf die Jahre 2008 und 2009, als jährlich 330 Pflegeheime neu eröffnet wurden. „Das zeigt, dass der Ausbau schnell gelingen kann – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Leider hat die Pflegepolitik der letzten Jahre die Altenpflege frontal gegen die Wand gefahren.“ Der AGVP fordert daher dringend Pflegereformen, die wirtschaftliche Anreize für Betreiber schaffen. „Nur wenn Pflegeeinrichtungen auch wirtschaftlich arbeiten können, werden sie in den dringend nötigen Ausbau investieren. Ohne Investitionen und unternehmerisches Risiko wird es zukünftig keine gute Pflege geben“, warnt Greiner.

Erst kürzlich hat der Verband seine Deutschlandkarte mit den Insolvenzen von stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen aktualisiert.