Pflege und Politik

1000 Euro zusätzliche Unterstützung pro Jahr

Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag hat das
Bayerische Landespflegegeld auf den Weg gebracht.
Künftig unterstützt der Freistaat pflegebedürftige
Menschen in Bayern ab Pflegegrad 2 zusätzlich mit 1000
Euro pro Jahr.

- Die bayerische Landesregierung will mit dem Landespflegegeld die Selbstständigkeit Pflegebedürftiger stärken. Foto: Adobe Stock/ Tatjana Balzer

"Das Thema Pflege bewegt und berührt die Menschen. Mit
dem Landespflegegeld schaffen wir eine bundesweit
einmalige Landesleistung", sagt Bernhard Seidenath,
pflegepolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion.
Hermann Imhof, Mitglied der CSU-Landtagsfraktion und
Pflegebeauftragter der Bayerischen Staatsregierung,
ergänzt: "Wir geben den Pflegebedürftigen damit die
Möglichkeit, sich selbst oder ihren pflegenden
Angehörigen, Freunden und Helfern Gutes zu tun."

Ministerpräsident Markus Söder hatte das
Landespflegegeld in seiner Regierungserklärung im April
angekündigt. Zum 1. September wird es erstmals
ausbezahlt. Der Freistaat stellt dafür rund 400
Millionen Euro jährlich bereit. Das Landespflegegeld
erhalten Pflegebedürftige, die ihren Hauptwohnsitz in
Bayern haben und mit mindestens Pflegegrad 2 eingestuft
sind. Laut Imhof können Anträge bereits seit zwei
Monaten gestellt werden. Bislang hätten schon mehr als
100 000 Menschen das neue Pflegegeld beantragt.

Kürzlich hat die CSU-Landtagsfraktion
zudem ein 20 Anträge umfassendes Paket eingebracht, um
die Situation in der Pflege weiter zu verbessern, den
Fachkräftemangel zu bekämpfen und die Pflegequalität zu
stärken.