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Pflege in Sachsen: Neuer Fahrplan für die Zukunft vorgestellt

Pflegekassen, Wohlfahrtsverbände und private Leistungserbringer haben in Sachsen das „Zielbild Pflege Sachsen 2030“ vorgestellt.

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Das Impulspapier Zielbild Pflege 2030 umfasst Ansätze zur Gesundheitsförderung, Digitalisierung, Fachkräftesicherung und finanzielle Entlastung Pflegebedürftiger. Foto: AdobeStock_SewcreamStudio

In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben die Pflegekassen, Wohlfahrtsverbände und private Leistungserbringer in Sachsen das „Zielbild Pflege Sachsen 2030“ vorgestellt. Das Impulspapier enthält umfassende Empfehlungen, wie die Pflege im Freistaat den Herausforderungen des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels begegnen kann.

„Die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung und des Personals stellt Sachsen vor besondere Herausforderungen“, betonte David Eckardt, Vorsitzender der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen. Das Zielbild, das in Kooperation aller relevanten Akteure entstanden ist, soll als Leitfaden für die Politik dienen. Es umfasst unter anderem Ansätze zur Gesundheitsförderung, Digitalisierung, Fachkräftesicherung und finanzielle Entlastung Pflegebedürftiger.

Digitale Lösungen und finanzielle Entlastung im Fokus

Ein zentrales Anliegen ist die Ausweitung digitaler Technologien in der Pflege. Von telepflegerischen Anwendungen bis hin zu modernen Assistenzsystemen – vor allem in ländlichen Regionen soll die Technik Pflegebedürftigen mehr Selbstständigkeit ermöglichen. Gleichzeitig fordert das Papier Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro jährlich, um Neubauten und Sanierungen von Pflegeeinrichtungen zu fördern. Damit sollen Eigenanteile für Pflegebedürftige gesenkt werden.

Ein weiteres zentrales Thema ist der Kampf gegen den Fachkräftemangel. Neben der Anerkennung ausländischer Abschlüsse empfiehlt das Zielbild Maßnahmen zur Reduzierung von Ausbildungsabbrüchen. Auch die Prävention soll eine größere Rolle spielen: „Es braucht Strategien, um Pflegebedürftigkeit möglichst zu vermeiden oder hinauszuzögern“, so Thorsten Zöfeld, Leiter der Knappschaft-Regionaldirektion Chemnitz.

Die Partner betonen, dass die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen nur in gemeinsamer Anstrengung gelingen kann. Eine jährliche Landes-Pflege-Konferenz soll künftig als Plattform für Austausch und Zusammenarbeit dienen.

Die Landesregierung ist nun gefordert, die vorgeschlagenen Maßnahmen politisch zu begleiten und finanziell abzusichern. „Die kommenden Jahre sind entscheidend, um unser Pflegesystem zukunftsfähig zu machen“, fasste Stefan Wandel von der DAK-Gesundheit zusammen.

Das „Zielbild Pflege Sachsen 2030“ lesen Sie hier.