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Hitzeschutz in der Pflege: Fast alle Einrichtungen setzen bereits Maßnahmen um
Fast alle Pflegeeinrichtungen in Deutschland reagieren laut Projekt HISTA bereits auf zunehmende Hitzeperioden. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass Hitzeschutz vielerorts umgesetzt wird – jedoch weiterhin durch strukturelle und finanzielle Hürden begrenzt ist.
Das vom GKV-Spitzenverband geförderte Projekt „Hitzeschutzmaßnahmen in der stationären und ambulanten Pflege“ (HISTA) kommt zu dem Ergebnis, dass „97,9 % der Einrichtungen bereits Hitzeschutzmaßnahmen umsetzen“. Grundlage ist unter anderem eine nicht-repräsentative Online-Befragung von 282 stationären Einrichtungen. Zudem verfügen „71 % über ein Hitzeschutzkonzept“, während 40 % eine feste Ansprechperson benannt haben. Weitere 20 % planen dies.
Gleichzeitig zeigt sich, dass vorhandene Instrumente noch nicht flächendeckend genutzt werden. So sei die „Bundesempfehlung zum Einsatz von Hitzeschutzplänen“ zwar 75 % bekannt, werde aber „nur von jeder fünften Einrichtung genutzt“. Informationsangebote wie Webseiten oder Schulungen erreichen bislang ebenfalls nur etwa ein Viertel der Befragten.
Finanzierung und Strukturen bremsen Umsetzung
Trotz der hohen Sensibilität für das Thema nennt die Untersuchung klare Hürden. Die Umsetzung hänge stark „von baulichen Gegebenheiten, Standortfaktoren, finanziellen Ressourcen und der Haltung des Leitungspersonals“ ab. Besonders in der stationären Pflege sei „die Finanzierung baulicher Anpassungen eine Herausforderung“.
In der ambulanten Pflege zeigen sich zusätzliche Probleme: Begrenzte Einflussmöglichkeiten in der häuslichen Umgebung von Patient:innen sowie „ungeklärte Zuständigkeiten – vor allem bei alleinlebenden Pflegebedürftigen“ erschweren konkrete Maßnahmen. Auch die Finanzierung zusätzlicher Leistungen ist laut Projekt nicht ausreichend geklärt (Quelle: Pressemitteilung HISTA/IGF).
Klimawandel erhöht Handlungsdruck in der Pflege
Vor dem Hintergrund zunehmender Hitzeperioden gewinnt das Thema weiter an Bedeutung. Pflegebedürftige Menschen zählen laut Projekt zu den besonders gefährdeten Gruppen, da „ihr Körper Hitze schlechter regulieren kann“.
Das Projekt macht deutlich, dass Einrichtungen die Dringlichkeit erkannt haben und bereits handeln. Gleichzeitig bleiben strukturelle Fragen offen, insbesondere bei Finanzierung, Personalressourcen und Zuständigkeiten. Hitzeschutz entwickelt sich damit zunehmend zu einer zentralen Aufgabe für Träger und Mitarbeitende in der Pflege.
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