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Gematik veröffentlicht Leitfaden zur KIM-Einführung in Pflegeeinrichtungen

Die gematik GmbH hat einen Leitfaden für die organisationsweite Einführung des E-Mail-Dienstes KIM in Pflegeeinrichtungen veröffentlicht. Grundlage sind Erkenntnisse aus der Pilotierung mit Pflegeteams in der TI-Modellregion Hamburg und Umland (TIMO). Empfohlen werden ein schrittweiser Einstieg, an Rollen gekoppelte Zugriffsrechte und verbindliche Absprachen im Team.

Der Dienst KIM (Kommunikation im Medizinwesen) ermöglicht nach Angaben der gematik den sicheren Austausch medizinischer und pflegerischer Informationen innerhalb der Telematikinfrastruktur. Der Leitfaden zeigt, wie Pflegeeinrichtungen KIM strukturiert einführen und im Versorgungsalltag nutzen können. Er ist ab sofort auf der Website der gematik abrufbar. Foto: AdobeStock/ Sandwish

Der Leitfaden richtet sich nach Angaben der gematik an Pflegeeinrichtungen, die den E-Mail-Dienst KIM organisationsweit einführen möchten. Er bündelt die wichtigsten Erkenntnisse aus der Pilotierung mit Pflegeteams in der TI-Modellregion Hamburg und Umland. Das Dokument ist ab sofort auf der Website der gematik abrufbar.

Schrittweiser Einstieg statt großem Rollout

Statt eines flächendeckenden Rollouts rät die gematik, zunächst mit wenigen, klar definierten KIM-Postfächern für ausgewählte Prozesse zu starten. Das ermögliche ein schrittweises Kennenlernen der Funktionen und fördere die Akzeptanz im Team.

Zugriffsrechte an Rollen koppeln

Die Vergabe von Zugriffsrechten sollte laut Leitfaden an Rollen statt an konkrete Personen gebunden werden. So bleibe die Kontinuität auch bei Personalwechseln gesichert. Verbindliche Absprachen sollten zudem regeln, wer Nachrichten liest, wer antwortet und wie Vertretungen organisiert sind – so lasse sich Doppelarbeit im Alltag vermeiden.

Kooperationen mit Praxen und Apotheken zuerst

Für den gezielten Beziehungsaufbau über KIM empfiehlt die gematik, den Austausch mit jenen Praxen oder Apotheken zu beginnen, mit denen die Einrichtung ohnehin täglich eng kooperiert. In vertrauten Kooperationsbeziehungen ließen sich die digitalen Prozesse leichter etablieren. Die Erkenntnisse stammen laut gematik aus der praktischen Erprobung mit Pflegeteams im Rahmen des Modellregion-Projekts TIMO.