Demenz
Bedürfnisse von Menschen mit Hörbehinderung und Demenz berücksichtigen
Zum Welttag des Hörens am 3. März fordert die Deutsche Alzheimer Gesellschaft Selbsthilfe Demenz (DAlzG) den Ausbau von Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Menschen mit Hörbehinderung und Demenz.

Die Beratungs- und Unterstützungsangebote für Menschen mit Hörbehinderung und Demenz sollte ausgebaut werden. Foto: Werner Krüper
"Aktuell gibt es bundesweit zu wenige Einrichtungen, die die besonderen Bedürfnisse von gehörlosen und schwerhörigen Menschen mit einer Demenzerkrankung berücksichtigen", erklärt Sabine Jansen, die Geschäftsführerin der DAlzG. Für Arztbesuche, Beratungsgespräche oder Therapien werden Gebärdendolmetscher benötigt. Zusätzlich fehlt es an Entlastungsangeboten für Angehörige wie Tages- oder Kurzzeitpflege, die auf gehörlose Menschen mit einer Demenzerkrankung spezialisiert sind.
Diagnoseverfahren für Menschen mit Hörbehinderung anpassen
Schwerhörigkeit kann dazu führen, dass Betroffene Gesprächen nicht mehr richtig folgen, Fragen nicht adäquat beantworten können und sich zunehmend zurückziehen. Wenn eine Schwerhörigkeit nicht erkannt wird, führt dies unter Umständen vorschnell zur Annahme, dass eine Demenz vorliegt. Hier ist eine sorgfältige Diagnostik besonders wichtig. Die gängigen Diagnoseverfahren setzen allerdings ein gutes Hörverständnis voraus und müssten daher angepasst werden.
Für Menschen, die von Geburt an gehörlos sind, wird derzeit an der Universität zu Köln ein Demenztest entwickelt. Er sollte möglichst bald bundesweit verfügbar gemacht werden.
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