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Diakonie Altenhilfe Bremerhaven: Gläubiger stimmen Insolvenzplan zu

Das Insolvenzverfahren der Diakonie Altenhilfe Bremerhaven gGmbH steht vor dem Abschluss. Alle Gläubigergruppen votierten geschlossen für den Sanierungsplan von Insolvenzverwalter Dr. Christian Kaufmann. Nach der Zusammenlegung zweier Pflegeeinrichtungen kann das gemeinnützige Unternehmen den Betrieb außerhalb des Verfahrens fortsetzen.

Im Rahmen des Insolvenzverfahrens der Diakonie Altenhilfe wurde beschlossen, dass die Bewohner und Mitarbeitenden aus dem Jacobi-Haus in Lehe in unser Elisabeth-Haus in Geestemünde umziehen Foto: Diakonie Altenhilfe Bremerhaven

Im Erörterungs- und Abstimmungstermin haben die Gläubiger dem Insolvenzplan zugestimmt, den Dr. Christian Kaufmann von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH vorgelegt hatte. Laut PLUTA stimmten in allen Gläubigergruppen 100 Prozent für den Plan. Damit sei die wesentliche Voraussetzung für die Aufhebung des Insolvenzverfahrens erfüllt, so Kaufmann. Er wertet das Ergebnis als Bestätigung des eingeschlagenen Sanierungswegs und dankte den Beteiligten für die Zusammenarbeit.

Nach der gerichtlichen Bestätigung des Plans und dem Eintritt weiterer Voraussetzungen kann das Insolvenzverfahren aufgehoben werden. Der Plan regelt sowohl die Befriedigung der Gläubiger als auch die wirtschaftliche Neuaufstellung. Anschließend soll sich der Träger nach Angaben von PLUTA wieder ausschließlich auf die pflegerische Versorgung konzentrieren.

Die Diakonie Altenhilfe Bremerhaven gGmbH hatte wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Bremerhaven ordnete Ende Januar 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung an und bestellte Kaufmann zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Zum 1. April 2026 wurde das Verfahren eröffnet. Zum Sanierungsteam gehören neben Kaufmann die Rechtsanwälte Ingo Thurm und Christine Behrens sowie der Diplom-Ökonom Jürgen Schendel.

Die Gesellschaft betrieb zu Verfahrensbeginn zwei Pflegeeinrichtungen in Bremerhaven: das Jacobi-Haus und das Elisabeth-Haus. Als wesentlicher Sanierungsschritt zogen im März die Bewohner:innen und Mitarbeitenden aus dem Jacobi-Haus in Lehe in das Elisabeth-Haus in Geestemünde um. Der Umzug verlief laut PLUTA reibungslos. Das Elisabeth-Haus ist mit 120 Bewohner:innen voll belegt.

Während der rund achtmonatigen Verfahrensdauer führten Kaufmann und sein Team den Geschäftsbetrieb fort, um sowohl die Versorgung der Pflegebedürftigen sicherzustellen als auch eine Zukunftslösung für den Träger zu entwickeln. (ck)

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