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vdek fordert mehr Hitzeschutz in Pflegeeinrichtungen

Der Verband der Ersatzkassen (vdek) verlangt von Bund und Ländern mehr Investitionen, um Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen klimaresilienter aufzustellen. Anlass sind die aktuellen Hitzewellen mit Temperaturen bis zu 40 Grad. Der Verband warnt vor steigenden Gesundheitsrisiken für Bewohnerinnen, Bewohner und Beschäftigte.

VDEK
Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen (vdek). Foto: vdek/ Georg J. Lopata

Nach Angaben des vdek sind viele Einrichtungen bislang unzureichend auf hohe Temperaturen vorbereitet – etwa bei der Kühlung von Zimmern, der Wärmedämmung oder einem wirksamen Sonnenschutz. „Hohe Temperaturen von aktuell bis zu 40 Grad gefährden vor allem ältere und (chronisch) kranke Menschen sowie Schwangere und Neugeborene. Sie belasten zudem die Beschäftigten in den Einrichtungen und führen zu einer erhöhten Krankheitslast, Arbeitsunfällen und Produktivitätsverlust mit entsprechenden Folgekosten“, erklärt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek. Es gebe „viel Nachholbedarf“.

Länder in der Investitionspflicht

Elsner fordert, den Hitzeschutz künftig als zentrales Kriterium in der Krankenhausplanung der Länder sowie bei Investitionen in Sanierung und Instandhaltung zu verankern. Zugleich müssten die Länder ihrer Pflicht zur Investitionsfinanzierung von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen im dualen System überhaupt in ausreichendem Maße nachkommen.

Milliardenlücke bei Krankenhausfinanzierung

Den jährlichen bestandserhaltenden Investitionsbedarf beziffern die Krankenkassen und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) laut vdek auf etwa sieben bis acht Milliarden Euro für Krankenhäuser. Die Bundesländer stellten jedoch nur rund vier Milliarden Euro jährlich zur Verfügung. Auch bei stationären Pflegeeinrichtungen kämen die Länder ihrer Investitionspflicht nicht hinreichend nach.

Sondervermögen und nationaler Hitzeschutzplan

Der vdek sieht auch den Bund in der Pflicht: Investitionen in die Hitzeresilienz sollten aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität finanziert werden. Zusätzlich fordert der Verband einen nationalen Hitzeschutzplan mit einheitlichen Standards, damit Gesundheitseinrichtungen auch bei extremer Hitze voll funktionsfähig bleiben.

Der vdek verweist zudem auf eigene Aktivitäten. Unter der Dachmarke „Gesunde Lebenswelten“ laufe das Programm „Klimawandel als Einflussfaktor auf die Bewegung von Menschen ab 65 Jahren (KliBe)“ zur Förderung altersgerechter Mobilität mit Fokus auf Hitzeextreme. 2024 habe der Verband gemeinsam mit der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) sowie den vdek-Pflegestützpunkten in Rheinland-Pfalz und dem Saarland ein Multiplikatorenschulungskonzept für Pflegeberatungen zum Hitzeschutz entwickelt. Ziel sei es, Pflegebedürftige gezielt über Gesundheitsrisiken aufzuklären. Darüber hinaus beteiligen sich Ersatzkassen und vdek nach eigenen Angaben an regionalen Bündnissen wie dem Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin.

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