News
82 Prozent haben SMC-B beantragt – doch nur ein Drittel nutzt KIM
Aktuelle Zahlen der gematik zeigen ein gespaltenes Bild beim TI-Anschluss der Pflege: Während die große Mehrheit der Einrichtungen formal den Zugang beantragt hat, ist die tatsächliche Nutzung sicherer Kommunikationswege noch weit davon entfernt, flächendeckend zu sein.
Laut der gematik GmbH haben mit Stand 24. Februar 2026 insgesamt 25.830 Pflegeeinrichtungen einen Antrag auf eine Institutionskarte (SMC-B) gestellt – die Voraussetzung für den Zugang zur Telematikinfrastruktur (TI). Das entspricht 82 Prozent aller Einrichtungen.
Deutlich geringer fällt der Anteil derjenigen aus, die auch funktional angebunden sind: 17.671 Einrichtungen – also 55 Prozent – sind laut gematik im Verzeichnisdienst, dem sogenannten TI-Adressbuch, eingetragen. Dieses Verzeichnis ist die Grundlage dafür, dass Einrichtungen von anderen TI-Teilnehmer:innen – etwa Arztpraxen oder Krankenhäusern – überhaupt gefunden werden können.
Noch schmaler wird die Basis bei der sicheren digitalen Kommunikation: Lediglich rund 11.218 Pflegeeinrichtungen verfügen über eine KIM-Adresse (Kommunikation im Medizinwesen). Das sind 35 Prozent. Nur mit KIM lassen sich Nachrichten und Dokumente verschlüsselt und datenschutzkonform innerhalb der TI versenden – etwa Arztbriefe, Verordnungen oder Überleitungsbögen.
Die Zahlen verdeutlichen eine erhebliche Kluft zwischen formaler Antragstellung und praktischer Einsatzbereitschaft. Während vier von fünf Einrichtungen den ersten Schritt getan haben, kann bislang nur etwa jede dritte tatsächlich sicher digital mit anderen Leistungserbringer:innen kommunizieren.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren