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Mirabelle-Chef Hille-Grimm: Pflegeheime vor neuer Renaissance

Der Geschäftsführer der Mirabelle Care GmbH, Robert Hille-Grimm, widerspricht der These vom Bedeutungsverlust stationärer Pflege. In einem Beitrag auf LinkedIn stellt er fünf gängige Behauptungen zur Zukunft der Pflege auf den Prüfstand und plädiert für eine Neubewertung der Rolle von Pflegeheimen. Statt einer Verdrängung durch ambulante Angebote sieht er eine „Renaissance“ vor dem Hintergrund von Demografie und Einsamkeit.

Robert Hille-Grimm: Moderne Pflegeheime werden zu Orten der Gemeinschaft – und gewinnen künftig wieder an Bedeutung.

Foto: Mirabelle Care

Pflegeheime hätten nicht ausgedient, im Gegenteil, sie stünden vor einer neuen Renaissance, erklärt Hille-Grimm in einem Beitrag der Mirabelle Care GmbH. Der Geschäftsführer prüft darin fünf verbreitete Behauptungen zur Zukunft der Pflege. Während viele Diskussionen vorrangig auf alternative Wohnformen schauten, zeige die Realität nach seiner Einschätzung ein differenzierteres Bild.

Demografie und Demenz als Treiber

„Stationäre Pflege wird nicht verschwinden – sie wird aufgrund des demografischen Wandels sogar wichtiger“, so Hille-Grimm. Mit steigender Lebenserwartung nähmen auch Erkrankungen wie Demenz zu, die eine umfassende Betreuung erforderten. Viele Familien wollten helfen, könnten die notwendige Versorgung aber langfristig nicht allein leisten.

Einsamkeit als zentrale Herausforderung

Die Annahme, ein Verbleib zuhause bedeute automatisch mehr Lebensqualität, weist der Mirabelle-Geschäftsführer zurück. „Die größte Herausforderung der Zukunft wird nicht sein, Menschen möglichst lange zuhause zu halten, sondern Einsamkeit zu verhindern“, erklärt Hille-Grimm. Wer allein lebe oder viel Unterstützung brauche, erlebe oft Einsamkeit statt Selbstbestimmung.

Pflegeheim als Ort des Lebens

Moderne Konzepte setzten auf kleine Wohngruppen, Gemeinschaftsbereiche und individuelle Betreuung, so Hille-Grimm. „Gute Pflegeeinrichtungen sind nicht nur Orte der Versorgung, sondern Orte des Lebens“, so der Geschäftsführer. Digitale Anwendungen könnten Pflegekräfte entlasten und die Lebensqualität verbessern, den menschlichen Kontakt aber nicht ersetzen. „Die Zukunft liegt nicht im Entweder-oder, sondern in der Verbindung von Menschlichkeit und Innovation“, zitiert der Beitrag Hille-Grimm.

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