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Caritas im Bistum Essen stärkt Zukunftsfähigkeit

Mit einer neuen Satzung und Beitragsordnung stellt sich die Caritas im Bistum Essen organisatorisch und finanziell neu auf. Einstimmig beschlossen die Delegierten damit den Weg zu mehr Stabilität und Teilhabe. Zugleich setzt der katholische Wohlfahrtsverband klare Zeichen für Demokratie, Solidarität und sozialen Zusammenhalt.

Unter der Beteiligung der Mitarbeitenden, des Caritasrats und der Mitglieder ist ein gemeinsames Zukunftsbild erarbeitet worden, das als Grundlage für die strategische Weiterentwicklung dient. Bild: Adobe Stock/ peterschreiber.media

Auf ihrer Delegiertenversammlung am 20. November 2025 haben die rund 35 Vertreterinnen und Vertreter des Caritasverbandes einstimmig eine neue Satzung und Beitragsordnung beschlossen. Damit soll die künftige Gemeinnützigkeit des Spitzenverbandes gewährleistet und zugleich eine verlässliche finanzielle Basis geschaffen werden. Beide Beschlüsse, die zuletzt vom Caritasrat verabschiedet wurden, sind das Ergebnis eines mehrjährigen partizipativen Prozesses zwischen den Mitgliedern des Vorstands.

„Wir müssen unseren Sozialstaat verteidigen“

Caritas-Direktorin Stefanie Siebelhoff betonte in ihrem Bericht zum vergangenen Jahr, der Verband habe das Jahresmotto „Caritas öffnet Türen“ konsequent mit Leben gefüllt. Nach innen wie nach außen habe man Räume für Dialog, Teilhabe und Solidarität geöffnet und sich deutlich für die Werte der Demokratie eingesetzt. Dabei stehe stets die „klare Option für die Armen und Ausgegrenzten“ im Mittelpunkt des Handelns.

„Wenn wir uns für Vielfalt, Freiheit und soziale Gerechtigkeit einsetzen, leisten wir einen Beitrag für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft“, sagte Siebelhoff. Die aktuelle politische und gesellschaftliche Stimmung zeige, dass der Sozialstaat entschlossen verteidigt werden müsse. Populistische Kräfte suchten, so die Direktorin, mit Sparforderungen auf Kosten Schwacher Sozialneid zu fördern und die Gesellschaft zu spalten.

Strategische Weiterentwicklung und positive Bilanz

Im Zuge eines breit angelegten Verbandsentwicklungsprozesses hat die Caritas Essen ein gemeinsames Zukunftsbild erarbeitet. Mitarbeitende, Caritasrat und Mitgliedsorganisationen waren daran beteiligt. Es dient nun als Grundlage für die strategische Weiterentwicklung des Verbandes. Jetzt werde an der Umsetzung konkreter Maßnahmen gearbeitet, kündigte Siebelhoff an.

Erfreuliche Ergebnisse gab es auch aus finanzieller Sicht: Der Jahresfehlbetrag von 440.000 Euro lag rund 200.000 Euro unter der Prognose. Gründe dafür sind Einsparungen bei der Stellenbesetzung und bei Dienstleistungskosten sowie teilweise ausbleibende Kürzungen im Landeshaushalt von Nordrhein-Westfalen.

Abschließend dankte die Direktorin allen Mitwirkenden in Arbeitsgruppen und Gremien. Das gemeinsame Engagement sei „ein starkes Zeichen für gelebte Verantwortung und gemeinsames Zukunftsdenken“. Sie rief dazu auf, den eingeschlagenen Weg der Mitgestaltung entschlossen fortzusetzen.