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Neue Rollenprofile sollen Pflege-Beruf zukunftsfähig machen
Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat mit dem Projekt BAPID II erstmals einheitliche Rollenprofile und Berufsbilder für die Pflege entwickelt. Diese sollen laut DPR die berufliche Entwicklung durchlässiger und international anschlussfähiger machen.
Das von der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Auftrag des DPR durchgeführte Projekt definiert vier zentrale Rollenprofile: Die Pflegefachassistenz, Pflegefachkräfte ohne und mit Bachelor sowie Pflegende mit erweitertem Kompetenzprofil und Masterabschluss (APN). Laut Prof. Dr. Wolfgang von Gahlen-Hoops, Pflegewissenschaftler an der CAU Kiel, verknüpft diese Systematik erstmals Bildung, Kompetenz und Versorgung realitätsnah miteinander.
Die neuen Profile reagieren auf zentrale Entwicklungen wie den demografischen Wandel, die fortschreitende Digitalisierung und den Bedarf an internationaler Anschlussfähigkeit. Der strukturierte Qualifikationsmix soll eine gezieltere Personalplanung ermöglichen und durch die Vermeidung von Über- und Unterforderung den Verbleib im Beruf stärken, so der DPR.
Gesetzliche Grundlage notwendig
Für eine bundesweite Umsetzung der BAPID II-Ergebnisse ist laut DPR eine einheitliche gesetzliche Grundlage erforderlich. Das vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Projekt wurde in Zusammenarbeit mit 22 Berufsverbänden der Pflege, des Hebammenwesens und der Pflegewissenschaft durchgeführt. Es soll als Basis für politische Entscheidungen zur Weiterentwicklung der Pflegeberufe dienen.
„Mit BAPID II schaffen wir eine Bildungsarchitektur für Deutschland, die die berufliche Entwicklung in der Pflege durchlässig, international anschlussfähig und zukunftsfähig macht. Gleichzeitig legen wir damit die Basis für eine spürbare Entlastung der Pflegeprofession und der Versorgungsstrukturen“, sagt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats. „Unser Ziel ist eine starke, wissenschaftlich begründete Grundlage für die Berufsprofile der Pflege von morgen.“
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