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Offener Umgang mit queerem Leben im Alter

Pflegeanbieter in Mainz informierten sich über queeres Leben im Alter und das Qualitätssiegel „Lebensort Vielfalt“.

Seniorin Herz Liebe
Ganzheitliche Pflege sollte den respektvollen Umgang mit kulturellen Unterschieden und vielfältigen Lebensentwürfen einschließen. Foto: AdobeStock/Teodor Lazarev

Rund 30 Pflegeanbieter aus Rheinland-Pfalz trafen sich am 5. September in Mainz, um sich über queeres Leben im Alter und die Zertifizierung mit dem Qualitätssiegel „Lebensort Vielfalt“ zu informieren. Die Fachtagung „Queersensible Pflege“, organisiert von „QueerNet Rheinland-Pfalz“ und der Stiftung „Buntes Leben Stiften“, fand im Sozialministerium unter der Schirmherrschaft von Sozialministerin Dörte Schall statt.

Experten aus Berlin, Dortmund und der Pfalz gaben Einblicke in queere Lebenswelten und die Anwendung des Qualitätssiegels. Schätzungen zufolge gibt es rund 1,8 Millionen queere Menschen über 60 Jahre in Deutschland.

Ministerin Schall betonte die Bedeutung von Vielfalt in der Pflege: „Vielfalt in allen Lebensbereichen bereichert unsere demokratische Gesellschaft – das muss auch im Alter und in der Pflege selbstverständlich sein. Eine ganzheitliche Pflege sollte den respektvollen Umgang mit kulturellen Unterschieden und vielfältigen Lebensentwürfen einschließen.“ Die Zertifizierung als „Lebensort Vielfalt“ könne dazu beitragen, einen offenen Umgang mit den vielfältigen Lebensrealitäten zu fördern, so die Ministerin.

Das Qualitätssiegel „Lebensort Vielfalt“ richtet sich an an stationäre Alten- und Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, stationäre und ambulante Hospize, Tagespflegeeinrichtungen sowie Krankenhäuser und wird vom PKV-Verband gefördert.

In Rheinland-Pfalz werden Einrichtungen durch „QueerNet Rheinland-Pfalz“ und die Stiftung „Buntes Leben Stiften“ im Zertifizierungsprozess begleitet. Erste zertifizierte Einrichtungen in Rheinland-Pfalz sind das Hospiz Elias in Ludwigshafen und der ambulante Pflegedienst „Pflege im Quadrat“.