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Altenpflege: Höchster Krankenstand bei psychischen Erkrankungen
Besonders betroffen von psychischen Erkrankungen sind erneut die Berufe in der Altenpflege. Das belegen Zahlen der AOK Bayern.
Der Krankenstand der erwerbstätigen AOK-Versicherten in Bayern lag im Jahr 2023 bei 5,9 Prozent und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (6,1 Prozent) leicht gesunken. Dennoch ist dies der zweithöchste Krankenstand seit 1995.
Bei den psychischen Erkrankungen gab es einen weiteren Anstieg der Krankmeldungen um rund 14 Prozent. Besonders betroffen von psychischen Erkrankungen waren erneut die Altenpflegeberufe mit durchschnittlich 22,8 Krankschreibungen je 100 Versichertenjahre. Der bayerische Durchschnitt lag bei 12,4. Dies ist der höchste jemals gemessene Krankenstand aufgrund psychischer Erkrankungen bei AOK-versicherten Beschäftigten.
Auch im Jahr 2023 verursachten Atemwegserkrankungen die meisten Krankmeldungen bei der AOK Bayern (78,1 Krankmeldungen je 100 Versichertenjahre), allerdings lag der Wert im Jahr 2022 mit 86,4 Krankmeldungen je 100 Versichertenjahre deutlich höher als im Jahr 2021 mit 31,6. Auch die Muskel-Skelett-Erkrankungen nahmen zu und belegten mit 39 Krankmeldungen je 100 Versichertenjahre den zweiten Platz (2022: 35,5, 2021: 31,6).
Die AOK Bayern hat 2023 knapp 2.200 Unternehmen mit rund 5.300 Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) unterstützt. In der Pflegebranche (ambulante Pflegedienste, stationäre Pflegeheime, Krankenhäuser) führte sie laut eigener Angaben bayernweit in knapp 200 Einrichtungen umfangreiche Projekte durch.
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