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Studie: Kündigungswelle von Pflegekräften ist ausgeblieben

Der befürchtete verstärkte Personalabgang aus dem Pflegesektor wegen der Belastungen aus der Corona-Pandemie ist laut einer Studie nicht eingetreten. Dennoch seien die Beschäftigungsverhältnisse in Kliniken stabiler als in der Altenpflege.

Es war zu befürchten, dass wegen der Pandemie mehr Pflegekräfte ihren Job aufgeben würden. Tatsächlich nahm die Zahl der Pflegefach- und Pflegehilfskräfte im Zeitraum 2016 bis 2021 in der Summe laut Studie deutlich zu. Auch die Stabilität der Beschäftigung habe sich in der Pandemie kaum verändert. Foto: AdobeStock/Tanakorn

Die Pflegefach- und Pflegehilfskräfte sind in der Corona-Pandemie trotz der zusätzlichen beruflichen Belastungen ihren Betrieben einer Studie zufolge relativ treu geblieben. Die Beschäftigungsverhältnisse waren nach Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 ähnlich stabil wie vorher, wie eine am 23. Januar veröffentlichte Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt. Der befürchtete verstärkte Personalabgang aus dem Pflegesektor trat damit nicht ein.

Der Studie zufolge waren die Beschäftigungsverhältnisse in Krankenhäusern am stabilsten: Fast 90 Prozent der Fach- und Hilfskräfte waren ein Jahr nach Aufnahme ihrer beruflichen Tätigkeit noch im selben Betrieb tätig, nach zwei Jahren waren es noch etwa 80 Prozent. Die Beschäftigungsstabilität in der ambulanten Pflege und in den Pflegeheimen war niedriger als bei Beschäftigten in Krankenhäusern. „Dies weist auf die großen Probleme hin, die Pflegeeinrichtungen grundsätzlich damit haben, ihre Mitarbeitenden zu halten“, erklärte IAB-Forscher Max Kunaschk.

Nach einem Jahr waren der Untersuchung zufolge 15 Prozent der Fachkräfte in der ambulanten Pflege in einen anderen Betrieb im Gesundheitswesen gewechselt, nach zwei Jahren war es fast jede vierte Fachkraft. Aber auch der Anteil der Beschäftigten, der in eine andere Branche wechsele, falle in Altenheimen und in der ambulanten Pflege höher aus als in Krankenhäusern.