News

Seniorenzentrum Gundelfingen erprobt digitale Assistenzsysteme im Pflegealltag

Das Seniorenzentrum Gundelfingen (Baden-Württemberg) hat an zwei Praxistagen digitale Assistenzsysteme für den Pflegealltag erprobt. Grundlage war die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geförderte Technologiewerkstatt „Trudi“. Ziel ist es nach Angaben der Einrichtung, den Aufwand für die Pflegedokumentation zu reduzieren und Zeit für die direkte Versorgung zu gewinnen.

Digitale Zukunft zum Anfassen im Seniorenzentrum in Gundelfingen. Foto: Seniorenzentrum Gundelfingen

An den beiden Fortbildungstagen tauchte das Pflege- und Betreuungsteam der Einrichtung in die Technologiewerkstatt „Trudi“ ein, ein Projekt zur Digitalisierung in der Pflege. Gestaltet und geleitet wurden die Workshops von Nadine Reussel-Distler und Barbara Schmoll, zwei Mitarbeiterinnen der Diakonie Baden. Sie informierten das Team laut Mitteilung umfassend über die Einsatzmöglichkeiten digitaler Assistenzsysteme und begleiteten die Teilnehmenden bei der praktischen Erprobung.

Themen aus dem realen Pflegealltag

Die Workshops orientierten sich an konkreten Herausforderungen im Pflegealltag. Erprobt wurden nach Angaben der Einrichtung Lösungen zur digitalen Pflegedokumentation und zum datengestützten Monitoring, moderne Notrufsysteme und sensorgestützte Sturzerkennung sowie Werkzeuge für Aktivierung, Interaktion und digitale Teilhabe der Bewohnerinnen und Bewohner.

Entlastung bei der Pflegedokumentation

Für Heimleiter Thomas Schellinger-Pusler steht bei dem Prozess der Mensch im Fokus. „Für uns ist es ganz wichtig, dass die Mehrwerte der Digitalisierung gezielt für die Pflege genutzt werden. Unser Ziel ist es, insbesondere die viel zu umfangreiche Zeit für die Pflegedokumentation zu optimieren“, erklärt Schellinger-Pusler. Die dadurch gewonnenen Freiräume könnten die Mitarbeitenden dann für die persönliche Zuwendung am Menschen einsetzen.

Förderung durch das Bundesarbeitsministerium

Die Technologiewerkstatt „Trudi“ wird vom BMAS gefördert und soll digitale Innovationen für Pflegeeinrichtungen direkt erfahrbar machen. Nach Angaben des Seniorenzentrums half die praxisorientierte Vermittlung den Mitarbeitenden, Berührungsängste abzubauen und den Nutzen der Technik für die tägliche Arbeit einzuschätzen. Das Projekt leiste damit einen Beitrag zur Modernisierung der Arbeitswelt in der Pflege.

Anzeige: