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Pflegereform: Aktion „Das leere Pflegebett“ gestartet

Die PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz startet die landesweite Aktion „Das leere Pflegebett“ und warnt vor Folgen der geplanten Pflegereform. Stationäre Einrichtungen stellen dazu symbolisch ein leeres Pflegebett auf, ambulante Pflegedienste beteiligen sich mit Motiven auf ihren Dienstfahrzeugen. Der Verband fordert eine dauerhafte Refinanzierung der Kosten und lehnt Leistungskürzungen ab.

Flyer für die Aktion „Das leere Pflegebett“ der PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz
Flyer für die Aktion „Das leere Pflegebett“ der PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz

Nach Angaben der PflegeGesellschaft soll die Aktion auf mögliche Folgen des vorliegenden Reformentwurfs aufmerksam machen. „Pflege braucht verlässliche Rahmenbedingungen – keine kurzsichtigen Sparmaßnahmen“, erklären die Vorsitzenden Jutta Schier und Gerhard Lenzen. Die Pflegeversicherung brauche zweifellos Reformen, der aktuelle Gesetzentwurf zerschlage jedoch an wichtigen Stellen bewährte und funktionierende Versorgungsstrukturen. Statt die Pflege zu stärken, drohten zusätzliche Belastungen für Pflegebedürftige, Angehörige und Leistungserbringer sowie neue bürokratische Hürden und Versorgungsengpässe.

Kritik an geplanter Pflegeberatung

Besonders kritisch sieht der Verband die geplanten Veränderungen bei der Pflegeberatung. Ambulante Pflegedienste beraten Pflegebedürftige und Angehörige nach Angaben der PflegeGesellschaft seit vielen Jahren unmittelbar im häuslichen Umfeld. Diese gewachsenen Strukturen dürften nicht geschwächt und an anderer Stelle mit zusätzlichem Personalbedarf neu aufgebaut werden.

Ambulante Versorgung nicht schwächen

Auch Einschränkungen bei ambulanten Leistungen und Entlastungsangeboten lehnt die PflegeGesellschaft ab. Diese träfen am Ende vor allem Menschen, die darauf angewiesen seien, möglichst lange zu Hause versorgt zu werden.

Vier Forderungen an die Bundespolitik

Der Verband fordert eine dauerhafte Refinanzierung der tatsächlichen Personal- und Sachkosten sowie eine einfachere Anerkennung internationaler Pflegefachkräfte. Zudem müsse Pflegeberatung weiterhin durch ambulante Dienste möglich sein, Leistungskürzungen „durch die Hintertür“ lehne man ab. „Pflege stärken heißt, sie verlässlich zu finanzieren, gute Versorgung zu sichern und Belastungen nicht weiterzugeben“, so Schier und Lenzen.

Weitere Protestaktionen

 

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