News
Katharinenheim Endorf in neue Hände übergeben
Mit der erfolgreichen Sanierung und dem Verkauf des Katharinenheims Endorf ist ein bedeutendes Kapitel in der sozialen Daseinsvorsorge der Region abgeschlossen. Insolvenzverwalterin Birgitt Breiter konnte die Einrichtung mit ihren Pflege- und Kita-Plätzen nicht nur stabilisieren, sondern auch an einen gemeinnützigen Träger überführen. Damit bleiben mehr als 300 Arbeitsplätze sowie 470 Betreuungsplätze in Bad Endorf und Rohrdorf dauerhaft erhalten. Politik, Mitarbeitende und Träger bezeichnen das Verfahren als beispielhaft.
Nach rund eineinhalb Jahren im Insolvenzverfahren ist der Fortbestand des Katharinenheims Endorf im oberbayerischen Landkreis Rosenheim gesichert. Die gemeinnützige Einrichtung, zuletzt durch Managementfehler in wirtschaftliche Schieflage geraten, wurde unter Leitung der Holzkirchener Insolvenzverwalterin Birgitt Breiter erfolgreich saniert und restrukturiert. Im Rahmen eines strukturierten Investorenprozesses konnte nun ein neuer Träger gefunden werden: Die TGE-gTrägergesellschaft mbH der Niederbronner Schwestern übernimmt den Betrieb zum 1. September 2025. Das hat die Insolvenzverwalterin in einer Pressemitteilung bekannt gegeben.
„Es war eine herausfordernde Aufgabe, die nur durch das Engagement aller Beteiligten gelingen konnte“, sagt Insolvenzverwalterin Birgitt Breiter. Die Sanierung umfasste nicht nur rechtliche und wirtschaftliche Maßnahmen, sondern hatte auch erhebliche gesellschaftliche Relevanz: Alle 220 Pflegeplätze in Bad Endorf und Rohrdorf sowie 250 Betreuungsplätze in drei Kindertageseinrichtungen bleiben erhalten. Auch über 300 Arbeitsplätze konnten gesichert werden.
Die Einrichtungen werden künftig in die bestehenden Strukturen des TGE-Einrichtungsverbunds eingegliedert. Die Seniorenheime werden unter dem Dach der Gemeinnützigen Altenhilfe gGmbH der Niederbronner Schwestern weitergeführt, die Kindertagesstätten gehören künftig zur Haus St. Marien gGmbH in Neumarkt in der Oberpfalz.
Zahlreiche Stimmen aus der Politik lobten das Verfahren. Landrat Otto Lederer hob hervor, dass durch ein „äußerst konstruktives Insolvenzverfahren“ eine tragfähige Zukunft für die soziale Infrastruktur geschaffen worden sei. Auch Bad Endorfs Bürgermeister Alois Loferer zeigte sich erleichtert: „Das soziale Herz Bad Endorfs – es schlägt weiter!“ Die Mitarbeitervertretung und die Belegschaft zeigten sich dankbar für die transparente und vertrauensvolle Begleitung durch Breiter und ihr Team. „Wir haben strukturell viel erreicht und gemeinsam an der Zukunft gearbeitet“, resümierte MAV-Vorsitzende Stefanie Stelter.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren