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Caritas-Sanierung abgeschlossen: 870 Arbeitsplätze und alle Einrichtungen bleiben erhalten

Das Amtsgericht Münster hebt das Eigenverwaltungsverfahren des Caritasverbandes für Bocholt, Isselburg und Rhede zum 31. August 2026 auf. Laut Verband bleiben rund 870 Mitarbeitende beschäftigt. Auch sämtliche Einrichtungen, darunter Sozialstationen und Tagespflegen, werden fortgeführt.

Foto: AdobeStock/Alexander Limbach

Der Caritasverband für Bocholt, Isselburg und Rhede e. V. hat seine wirtschaftliche Neuaufstellung nach eigenen Angaben erfolgreich abgeschlossen. Das Amtsgericht Münster werde das im November 2025 begonnene Eigenverwaltungsverfahren mit Ablauf des 31. August 2026 aufheben. Ab September könne der Verband damit wieder uneingeschränkt und eigenverantwortlich handeln.

Zuvor hatten die Gläubiger:innen dem Insolvenzplan im Juli 2026 einstimmig zugestimmt. Die gerichtliche Aufhebung bildet nun den letzten formalen Schritt des Verfahrens. Das geht aus einer Mitteilung der Pressestelle hervor, die am 28. August 2026 auf indat.info veröffentlicht wurde.

„Wir sind sehr, sehr froh, dass wir diese herausfordernde Sanierung gemeinsam gemeistert und erfolgreich zum Abschluss gebracht haben“, wird Vorständin Claudia Soggeberg in der Mitteilung zitiert. Die vergangenen Monate hätten den Mitarbeitenden, den Gremien und der Verbandsleitung viel abverlangt.

Sozialstationen und Tagespflegen werden fortgeführt

Nach Angaben des Caritasverbandes bleiben rund 870 Mitarbeitende beschäftigt. Damit seien nahezu alle Arbeitsplätze gesichert worden. Zudem sollen sämtliche Einrichtungen und Dienste des Verbandes fortgeführt werden.

Dazu gehören unter anderem die Sozialstationen in Bocholt und Rhede sowie die Seniorentagespflegen an beiden Standorten. Weitere Tätigkeitsfelder sind Angebote für Menschen mit Behinderung und entwicklungsverzögerte Kinder sowie Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien. Der Verband ist in Bocholt, Borken, Isselburg und Rhede tätig.

Der neue kaufmännische Vorstand Boris Lietz wertet das Ende des Verfahrens als positives Signal für die Beschäftigten und die Menschen, die auf die Angebote angewiesen sind. Der Caritasverband könne nun „wieder vollständig frei und eigenverantwortlich handeln“, heißt es in seinem in der Pressemitteilung wiedergegebenen Statement.

Gläubiger:innen stimmten Insolvenzplan einstimmig zu

Seit der Antragstellung im November 2025 hatte der Verband nach eigener Darstellung gemeinsam mit den Gläubiger:innen, dem Gericht, der Sachwalterin und externen Berater:innen an der Sanierung gearbeitet. Als gerichtlich bestellte Sachwalterin begleitete Rechtsanwältin Ria Brüninghoff von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH das Verfahren. Generalbevollmächtigter war der Sanierungsexperte Markus Freitag von AndresPartner. Freitag bezeichnete die fristgerechte Aufhebung als Abschluss eines erfolgreichen Eigenverwaltungsverfahrens. Gemeinsam mit den Beteiligten sei eine „tragfähige Zukunft für den Verband und seine Beschäftigten“ gesichert worden.

Der Caritasverband will sich nach Abschluss der Sanierung weiterhin auf seine sozialen und pflegerischen Aufgaben in der Region konzentrieren.

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