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Arbeitgeberverband Pflege warnt vor drastischem Pflegenotstand

Laut AGVP fehlen derzeit rund 60.000 Heimplätze und fast 1.000 Pflegeheime, während der Bedarf weiter steigt.

Für den Zeitraum von Ende 2021 bis Ende 2025 prognostiziert der Verband einen Mangel von fast 60.000 Pflegeplätzen.

Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) hat eine alarmierende Bilanz der aktuellen Legislaturperiode gezogen und warnt vor einem sich zuspitzenden Pflegenotstand in Deutschland. AGVP-Präsident Thomas Greiner fordert ein sofortiges Umsteuern in der Pflegepolitik. Er kritisiert, dass die Politik seit Jahren zusehe, wie Deutschland in den Pflegenotstand steuere. Pflegeheime würden in den Ruin getrieben, Pflegebedürftige auf Wartelisten gesetzt und Angehörige verzweifelten.

Hochrechnungen des AGVP zufolge benötigt Deutschland jährlich 17.000 zusätzliche Pflegeplätze, was über 200 Heimen mit je 78 Plätzen entspricht. Für den Zeitraum von Ende 2021 bis Ende 2025 prognostiziert der Verband einen Mangel von fast 60.000 Pflegeplätzen.

Um die Situation zu verbessern, fordert der AGVP einen Abbau von Bürokratie und mehr Vertrauen in die Fachkräfte vor Ort. Pflegeunternehmen müssten die Möglichkeit erhalten, neue Angebote zu entwickeln. Zudem sei es notwendig, dass Pflegeeinrichtungen wirtschaftlich arbeiten können, um Investitionen in neue Heime zu ermöglichen.

Greiner betont abschließend: „Pflegebedürftige brauchen nicht mehr Regeln, sondern mehr Heime!“ Er warnt davor, dass Deutschland ohne radikales Umsteuern der nächsten Bundesregierung zu einem „Wartelisten-Land“ werden könnte.