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Bayern fördert 28 neue Pflegeplätze für Menschen mit Behinderung

Das bayerische Gesundheitsministerium unterstützt in Mainleus im Landkreis Kulmbach den Bau von 28 Dauerpflegeplätzen für Menschen mit Behinderung mit 1,68 Millionen Euro. Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach übergab den Förderscheck am 25. Juli 2026 vor Ort. Das Geld stammt aus dem Förderprogramm PflegesoNah, das Pflegeangebote im sozialen Nahraum stärken soll.

Judith Gerlach
Foto: Susie Knoll © Stimmkreisbüro Judith Gerlach

Nach Angaben des Ministeriums entsteht die Wohnanlage im ehemaligen Gasthof „Zum Schwarzen Adler“. Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp neun Millionen Euro, die Fertigstellung ist bis November 2028 vorgesehen. Gerlach erklärte bei der Scheckübergabe: „In einem ehemaligen Gasthof entsteht Wohnraum für Menschen mit Behinderung. Insgesamt werden hier 28 neue Dauerpflegeplätze geschaffen. Das ist ein vorbildliches Projekt und stärkt sowohl den Ort als auch den Landkreis.“

Nutzungsmix im ortsprägenden Gebäude

Neben dem Wohnheim sollen laut Ministerium eine kleine Brauerei mit Wirtshaus, eine Metzgerei, eine Physiotherapiepraxis, eine ambulante Jugendhilfe, Wohnungen und ein Treffpunkt am Konrad-Popp-Platz einziehen. Gerlach sprach von einem „ortsprägenden Gebäude“, das erhalten und „für einen sozialen Zweck neu belebt“ werde.

Teilhabe im Mittelpunkt des Konzepts

Die Ministerin betonte, das Projekt setze die Ziele von PflegesoNah beispielhaft um: „mit einer offenen Einrichtung inmitten der Gemeinde, mit kurzen Wegen, gelebter Teilhabe und einer Versorgung, die den pflegebedürftigen Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt stellt.“ Ziel des Programms sei es, Pflege dorthin zu bringen, wo die Menschen leben.

Rund 410 Millionen Euro seit 2020

Über die Förderrichtlinie Pflege im sozialen Nahraum werden nach Angaben des Ministeriums Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflegeplätze, Dauerpflegeplätze, ambulant betreute Wohngemeinschaften und Begegnungsstätten gefördert. Seit 2023 sind auch Projekte zur Verhinderungspflege und palliativen Pflege förderfähig. Seit Programmstart 2020 flossen laut Gerlach rund 410 Millionen Euro in die Modernisierung oder Neuschaffung von rund 8.880 Pflegeplätzen.