Pflegepolitik

Sicherung der Infrastruktur: Empfehlungen des Deutschen Vereins

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. hat Empfehlungen zur Umsetzung der Altenhilfe nach § 71 SGB XII vorgelegt. Diese betonen auch die Verantwortung der Kommunen für die Infrastruktur.

Senioren mit Rollator auf der Straße
Foto: AdobeStock/Ingo Bartussek

Die Gestaltung einer Infrastruktur für das gute Älterwerden ist nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels eine der drängendsten Aufgaben in den Kommunen, wie der Deutsche Verein mitteilt. Ziel muss es sein, die Selbstbestimmung älterer Menschen und deren Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen sowie ihre Selbsthilfe zu stärken. Diese Zielstellung verfolgt der § 71 des Zwölften Sozialgesetzbuches (SGB XII) als einzige bundesweite Rechtsgrundlage. Die Empfehlungen konkretisieren die Altenhilfe nach § 71 SGB XII als Dreiklang im Sinne einer Infrastrukturverantwortung, eines Beratungsauftrages und von Leistungen im Einzelfall. Sie richten sich sowohl an die Landkreise und kreisfreien Städte als Träger der Sozialhilfe, als auch an die Entscheider/innen und Planer/innen in den kreisangehörigen Gemeinden und Städten sowie an die Landesgesetzgeber.

„Mit den Empfehlungen richten wir den Blick auf die Notwendigkeit einer bedarfs- und bedürfnisgerechten Altenhilfeinfrastruktur für die immer größer werdende Gruppe älterer Menschen. Gleichzeitig setzen wir wichtige Impulse zur Umsetzung des § 71 SGB XII. Dieser muss als Pflichtaufgabe der Landkreise und kreisfreien Städte als Träger der Sozialhilfe stärker wahrgenommen werden“, so Dr. Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V.

Eine fachlich angemessene Altenhilfeinfrastruktur stellt Möglichkeiten der Partizipation und Mitverantwortung, Angebote der Begegnung, Teilhabe und des Engagements sowie verlässliche Beratungs- und Unterstützungsangebote sicher und verbindet sie mit zielgruppenspezifischer Prävention und Gesundheitsförderung. Diese Angebote können dazu beitragen, einem Anstieg von Krankheit und Pflegebedürftigkeit gegenzusteuern. Dadurch können auch Folgekosten vermieden werden. Aktuell ist die bundesweite Infrastrukturlandschaft für ältere Menschen sehr heterogen, so der Deutsche Verein.

Die Empfehlungen des Deutschen Vereins