Pflegepolitik
Digital-Offensive in Bayern: Gerlach will Prävention stärken
Das Gesundheitsministerium in Bayern arbeitet an einer umfassenden Digital-Offensive, die alle Aufgabenbereiche des Ministeriums vernetzen soll: vom Bereich Gesundheit über die Pflege bis hin zur Prävention.
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach möchte ihre Digital-Offensive weiter vorantreiben. Gerlach betonte am 18. März 2024 anlässlich der konstituierenden Sitzung des neu zusammengesetzten Landesgesundheitsrats: „Ich möchte meine Amtszeit nutzen, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzubringen. Das Gesundheitsministerium arbeitet dafür an einer umfassenden Digital-Offensive, die alle Aufgabenbereiche des Ministeriums vernetzt: vom Bereich Gesundheit über die Pflege bis hin zur Prävention.“ Wie das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention mitteilt, sehe Gelach die Digitalisierung als „Game-Changer“, weil diese einen wichtigen Beitrag leisten könne, wenn es darum geht, Prozesse zu vereinfachen und das Leben von Menschen spürbar zu verbessern. Zudem werde das Thema Frauengesundheit 2024 ein Schwerpunktthema sein. „Mein Ziel ist es, die Prävention und die Früherkennung etwa von Krebs zu fördern. Zugleich soll die Aufklärung zur Vorsorge verstärkt werden. Das gilt zum Beispiel auch für Suchterkrankungen.“
Gerlach betonte: „Der Landesgesundheitsrat steht der Staatsregierung und dem Landtag seit mehr als 70 Jahren beratend in allen Fragen aus den Bereichen Gesundheit, Pflege und Prävention zur Seite. Dabei zeichnet er sich durch hohe Sachkunde, Ausgewogenheit der Interessen und großen Praxisbezug aus. Ich freue mich auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Landesgesundheitsrat!“
Gerlach dankte der bisherigen ersten Vorsitzenden Kathrin Sonnenholzner sowie dem stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Christian Alex und Schriftführer Rüdiger von Esebeck für ihr großes Engagement. Gerlach sagte: „Sie haben den Landesgesundheitsrat in den vergangenen Jahren geprägt und zu einer verlässlichen Säule der bayerischen Gesundheitspolitik gemacht. Dafür bedanke ich mich herzlich.“ Gerlach sagte, sie freue sich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem neu zusammengesetzten Gremium.
Zum Hintergrund:
Der Bayerische Landesgesundheitsrat setzt sich aus 33 Akteuren des Gesundheitswesens und ebenso vielen Stellvertretern zusammen. Davon werden zehn Mitglieder und ebenso viele Stellvertreter von den Landtagsfraktionen entsprechend ihrem Stärkeverhältnis für die Dauer der Legislaturperiode des Landtags nominiert. Weitere 23 Mitglieder und stellvertretende Mitglieder werden aus auf dem Gebiet des Gesundheitswesens tätigen Körperschaften und Verbänden vorgeschlagen und vom Landtag bestätigt.
Das Gremium wurde am 12. August 1953 gegründet und befasst sich mit aktuellen und grundsätzlichen Fragen aus dem Gesundheitsbereich. Es tagt im Durchschnitt vier Mal im Jahr. Die Geschäftsstelle des Landesgesundheitsrats ist beim Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention angesiedelt.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren