Studie offenbart enorme Informationslücken zur Telematik 

Große Unklarheiten über die Etappen der Telematikinfrastruktur und deren Fördermöglichkeiten zeigt jetzt eine Studie von Vincentz Network und dem Software-Anbieter myneva zum Stand der Digitalisierung in der Pflege. Zugleich belegt die Umfrage aber auch: Die Pflegeanbieter weisen einen hohen Reifegrad an Digitalisierung auf und wollen in nahezu allen Modulen weiter investieren.

Diese Information wird Ihnen in Zusammenarbeit mit der myneva Group GmbH zur Verfügung gestellt

In allen Bereichen der Telematik wünschen sich die Teilnehmer der Umfrage weitere Informationen.
Grafik: Vincentz Network

Die Digitalisierung der Pflegeanbieter ist auf dem Weg. Es zeigen sich jedoch große Wissenslücken über die anstehende Anbindung an die Telematikinfrastruktur. So lassen sich die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammenfassen, die im Mai auf den Online-Kanälen des Vincentz Network lief.

Danach fühlen sich 75 Prozent der Teilnehmenden aus stationärer und ambulanter Pflege gar nicht oder zu wenig informiert zum Thema Telematik, die in den kommenden zwei Jahren auch Pflegeanbieter betrifft, da sie bis Anfang 2024 an die Telematikinfrastruktur angebunden sein müssen. Am größten ist der Informationsbedarf bei den Fördermöglichkeiten mit 83 Prozent, gefolgt von Infos über die anstehenden Anbindungen wie der elektronischen Patientenakte, KIM-Kommunikation im Medizinwesen und dem E-Rezept mit 78 Prozent. Gewünscht waren zudem von rund der Hälfte der Teilnehmenden Informationen über die Voraussetzungen, die die Pflegeanbieter einerseits und die Software-Industrie andererseits zur Telematik erfüllen müssen sowie zu Datenschutz und IT-Sicherheit. Wie dramatisch der Bedarf teilweise ist, zeigten die Antworten, die frei eingegeben werden konnten: „Es ist ein absolut unübersichtlicher Markt, der der Zeit weit hinterherhinkt. Viele Software-Anbieter, viel Datenschutz, viele Auflagen, unübersichtliche Kosten (...) Ein Software-Vergleich wäre sinnvoll, gibt es aber nicht“, schrieb ein Teilnehmer.

Im Trend: Intelligente Unterstützungssysteme und Kommunikations-Tools mit Ärzten und Angehörigen

Dabei liegt die Digitalisierung auf Seiten der teilnehmenden Unternehmen grundsätzlich auf einem relativ hohen Niveau. 96 Prozent nutzen Software für Abrechnung und Verwaltung, 82 Prozent zur Dokumentation, 77 zur Personal-Einsatzplanung und jeweils mehr als 60 Prozent verwenden Software für Controlling und Qualitätsmanagement. Zudem nutzt auch rund jeder zweite Teilnehmende die mobile Datenerfassung und Programme zur Kommunikation mit Angehörigen.

Auf die Frage, in welchen Bereichen werden Sie in den nächsten zwei Jahren digitale Anwendungen ändern oder einführen werden, lag die digitale Kommunikation mit Ärzten, Krankenhäusern und Apotheken mit mehr als 70 Prozent vorn. Danach folgte mit 45 Prozent ein sehr innovatives Thema - nämlich die Investition in intelligente Unterstützung, wie elektronische Sturzerkennung, Sturzprophylaxe-Software oder GPS-Ortung. Dahinter folgten Investitionen in die digitale Pflegedokumentation mit 43 Prozent. Durch die Möglichkeiten der Mehrfachnennung wurde deutlich: auch in nahezu allen anderen Geschäftsfeldern - mobile Datenerfassung, Qualitätsmanagement und Controlling - wollen die Pflegeanbieter weiter in die Digitalisierung investieren.

Was die Fördermöglichkeiten dazu angeht, so sind diese zwar weitgehend bekannt. 41 Prozent haben Fördermittel beantragt, bzw. planen dies (29 Prozent). Dennoch wünschen sich rund 83 Prozent weitere Informationen über Fördermöglichkeiten. Zu Recht, denn es gibt eine Vielfalt an regionalen und überregionalen Fördermöglichkeiten.

Eher zögerlich ist zurzeit noch die Zustimmung zur Nutzung einer Online-Software in der Cloud. Nur 25 Prozent gaben an, sich eine Cloud basierte Software vorstellen zu können.

Telematik: Wichtige Schritte jetzt einleiten

„Die Umfrage gibt einen guten Überblick in den Reifegrad der Digitalisierung und zeigt zugleich deutlich, dass wir als Software-Hersteller die Aufgabe haben, unsere Kunden auf dem Weg zur Telematik umfassend zu begleiten“, so das Fazit von Dr. Hartmut Clausen, Geschäftsführer des Softwareherstellers myneva. Auch, was die Cloudlösungen angeht, ist noch viel Aufklärungsarbeit notwendig. „Denn aus unserer Sicht ist eine Cloudlösung für die Telematik die sichere und sinnvolle Lösung!“, betont Clausen und empfiehlt: "Jetzt, im Vorfeld der kommenden Anbindung an die Telematikinfrastruktur, ist der richtige Zeitpunkt, seine Prozesse möglichst vollständig zu überprüfen und digital umzustellen." Oder kurz:

„Sicher ist, die Anbindung an die Telematikinfrastruktur wird kommen. Je besser die Vorbereitung, desto reibungsloser klappt am Ende die Umstellung“, betont Hartmut Clausen: „Nehmen Sie Ihren Software-Partner in die Pflicht, Sie bei der Umstellung zu begleiten.“

Informationen und Vorträge:  Direkt über myneva oder auf der virtuellen Altenpflege-Messe vom 6. bis 8. Juli am digitalen myneva-Messestand und in den Fachvorträgen unserer Experten zur Digitalisierung, zur Telematikinfrastruktur und zur besseren Vernetzung aller Beteiligten.

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