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21. Dez 2020 | Corona

Corona-Tests: Pflegeverband fordert personelle Unterstützung

Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) fordert personelle Unterstützung bei der Umsetzung der Corona-Schnelltests in der ambulanten und stationären Pflege. Dies sei nötig, um Kollateralschäden in der pflegerischen Versorgung zu verhindern, heißt es in einem Brief an Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

Test Mund Rachen Krankheit
Die VdPB fordert personelle Unterstützung bei den verpflichtenden Schnelltests.
Foto: adobe/Microgen

Laut der bayerischen Verordnung vom 15. Dezember sind beruflich Pflegende in vollstationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten verpflichtet, sich zweimal wöchentlich einem COVID-19-Schnelltest zu unterziehen. Die Umsetzung der geforderten Testungen gefährde den Versorgungsautrag gegenüber den auf Pflege angewiesenen Menschen, „wenn der Freistaat nicht dafür Sorge trägt, dass die Tests durch ihn selbst auch hinsichtlich der Ressourcen – insbesondere in personeller Hinsicht – durchgeführt werden können“, heißt es in dem Schreiben, das der Redakion Altenheim vorliegt.

Die VdPB lehnt es ab, dass Pflegende die Testung an sich selbst durchführen sollen. Eine fachgerechte Probenentnahme sei in der Selbstanwendung aufgrund der erheblichen sensorischen Irritationen im Nasen-Rachenbereich ausgeschlossen. „Wenn wertvolle und ohnehin knappe Testressourcen nicht sinnlos verschwendet werden sollen, muss die Testung durch eine zweite Person obligat sein. Die Vorhaltung dafür ausreichender personeller Testkapazitäten wird jedoch überwiegend noch nicht gewährleistet. Hier besteht daher dringender Unterstützungsbedarf“, mahnt die Vereinigung.

Pflegekräften drohen Sanktionen

Die Verordnung sieht zudem Sanktionen vor, wenn Pflegende sich den Schnelltests nicht unterziehen. Diese Regelung werfe erhebliche rechtlichen Bedenken auf. „Überdies wird den ohnehin schon in hohem Maße belasteten beruflich Pflegenden eine weitere Verpflichtung auferlegt, ohne dass der Freistaat die Voraussetzungen für die Einlösung zumindest kurzfristig gewährleistet. Sanktionsandrohungen einer faktisch in Teilen unmöglich einzulösenden Obliegenheit können nicht akzeptiert werden.“ Die beruflich Pflegenden mit Sanktionsandrohungen zu konfrontieren, übergehe zudem in "politisch höchst fragwürdiger Weise die intrinsische Motivation der beruflich Pflegenden, die sie in vielfältiger Weise in der Coronakrise unter Beweis gestellt haben“.

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