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30. Okt 2020 | Hauswirtschaft

Bedarfsgerechte Ernährung fördert die Gesundheit im Alter

„Mahlzeiten für ältere Menschen – aber bitte mit Genuss und MehrWert!“ Unter diesem Motto stand eine Tagung zur Gemeinschaftsverpflegung von Seniorinnen und Senioren, veranstaltet von der BAGSO - Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) gestern in Hannover, in Kooperation mit dem Niedersächsischen Ernährungsministerium. Im Mittelpunkt standen Fragen rund um eine vollwertige Verpflegung und einen gesunden Lebensstil im Alter, um die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten.
Barbara Otte-Kinast_Niedersächsisches Landwirtschaftsministerium/Timo Jaworr
In punkto bedarfsgerechter Ernährung spiele die Gemeinschaftsverpflegung eine immer wichtigere Rolle, so Niedersachsens Ernährungsministerin Barbara Otte-Kinast.
Foto: Niedersächsisches Landwirtschaftsministerium/Timo Jaworr

Wie ist die Verpflegung zu gestalten, um Gesundheit und Wohlbefinden älterer Menschen zu fördern? Welche Rahmenbedingungen benötigen die Senioren-Einrichtungen, um den Bewohnerinnen und Bewohnern vollwertige Mahlzeiten und soziale Teilhabe bieten zu können? Diese Fragen wurden diskutiert sowohl von Expertinnen und Experten aus Senioren- und Tagespflegeeinrichtungen als auch von Anbietern von „Essen auf Rädern“ oder Fachkräften in den Pflegestützpunkten.

Im Zuge des demografischen Wandels wird schon im Jahr 2030 knapp ein Drittel der niedersächsischen Bevölkerung über 65 Jahre alt sein. „Damit wird auch eine bedarfsgerechte Ernährung von Senioren immer wichtiger. Ernährung ist aber weit mehr als nur ‚satt werden‘“, sagte Niedersachsens Ernährungsministerin Barbara Otte-Kinast in einer Videobotschaft. „Essen ist Kommunikation, ist soziales Miteinander, und durch Ernährung kann die eigene Gesundheit gezielt gefördert werden.“

Die Bedeutung von ausgewogenen und schmackhaften Mahlzeiten für die Gesundheit älterer Menschen sei in Fachkreisen unbestritten, so die Ministerin, und dies nicht nur aus ernährungsphysiologischer Sicht, sondern auch aus sozialer oder kultureller Perspektive. Eine immer wichtigere Rolle spielt dabei die Gemeinschaftsverpflegung – ob nun in stationären Senioreneinrichtungen oder über Dienste wie „Essen auf Rädern“.

In die Senioreneinrichtungen kommt jeder Bewohner mit der ganz eigenen Lebensgeschichte – und mit eigenen Vorlieben beim Essen. Dem einen ist Fleisch das Wichtigste, die andere schätzt den Gesundheitswert von Gemüse usw. Hinzu kommt der kulturelle Hintergrund, und oftmals erfordern Krankheiten ohnehin eine spezielle Kost. Die Einrichtungen stehen also in der Verantwortung, wenn es um gesundes, genussvolles und zugleich ansehnlich zubereitetes Essen geht. Auf der Tagung wurde deutlich, dass es vielfältige Lösungsansätze gibt, um diese Anforderungen zu erfüllen. „Mitreden dürfen“ bei der Menüplanung – oder sogar mitkochen – sind nur zwei Beispiele von vielen, wie die Zufriedenheit erhöht werden kann.

„Mir liegt das Thema Ernährung sehr am Herzen, dazu gehört selbstverständlich auch die Ernährung im Alter“, so Ministerin Otte-Kinast. Niedersachsen habe mit der Gründung des ZEHN (Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen) und der Vernetzungsstelle Seniorenernährung „wichtige Grundsteine gelegt, um dieses wichtige Thema voran zu bringen.“ Die vom Bund geförderte Vernetzungsstelle wurde im August bei der DGE-Sektion Niedersachsen installiert.

Hintergrund: Die Veranstaltung ist Teil einer Tagungsreihe, die von der BAGSO und der DGE über das Bundesprojekt „Im Alter IN FORM“ in jedem Bundesland veranstaltet wird. Sie wird finanziert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

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